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Was eine Dorfgemeinschaft alles leisten kann ...

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Die neue Vorstandschaft der Leonhardigilde Holzhausen (von links): Hans Lamminger, Maridi Thanbichler, Christian Theissig und Georg Wallner. (Foto: Horn)

Teisendorf – Was eine Dorfgemeinschaft alles leisten kann, wenn der Zusammenhalt passt, das zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der Leonhardigilde Holzhausen. Denn der Verein ist seit vielen Jahren Organisator des Leonhardiritts am Pfingstmontag. Einen Umzug mit mehr als 300 Teilnehmern hoch zu Ross und elf historischen Wagen sowie Tausenden Zuschauern gilt es jedes Jahr zu koordinieren.


Heuer stand die Gilde vor einer besonderen Herausforderung, denn tagelanger Dauerregen hatte die Felder, die eigentlich als Parkmöglichkeit dienen, unbefahrbar gemacht. Doch es ließen sich Dank der Unterstützung von Grundstückseigentümern und der Mithilfe von Freiwilligen alternative Parkmöglichkeiten finden – und die Veranstaltung war wieder ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Marktgemeinde Teisendorf.

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Im Landkreis die größte Brauchtumsveranstaltung

Vizevorstand Johann Lamminger sen. fasste zusammen: »Dank der Pferdeliebhaber und aller, die uns unterstützen, ist der Leonhardiritt in Holzhausen die größte jährliche Brauchtumsveranstaltung im Landkreis Berchtesgadener Land. Wir werden uns den Herausforderungen stellen, damit das so bleibt.«

Mit einem Gottesdienst im Holzhauser Kircherl am Patroziniumstag des Heiligen Leonhard hatte die Veranstaltung ihren Auftakt genommen. Pfarrer Martin Klein zelebrierte die Messe, die musikalisch von Maria Lindner gestaltet wurde. Im Gut Edermann trafen sich die zahlreichen Mitglieder der Leonhardigilde anschließend zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Vorsitzender Georg Wallner und sein Stellvertreter Johann Lamminger richteten ihren besonderen Dank an jene, die durch ihr Entgegenkommen und ihre Mitarbeit die komplikationslose Durchführung des Leonhardiritts ermöglicht haben. Beiden war es ein besonderes Anliegen, Hias Mösenlechner zu danken. Er hat ein Feldkreuz angefertigt, das heuer erstmals auf einem der Wagen mitgeführt worden ist. »Dieses Prachtstück wurde von allen sehr bewundert«, kommentierte Lamminger unter dem Sonderapplaus der Anwesenden. Einen Sonderapplaus gab es auch für jene, die die Wagen jedes Jahr prachtvoll schmücken sowie Kränze und Girlanden binden.

Auf der Tagesordnung der Versammlung standen satzungsgemäß Neuwahlen. Sowohl der Vorsitzende Georg Wallner als auch der Zweite Vorsitzende Johann Lamminger stellten sich in ihren bisherigen Positionen wieder zur Verfügung und wurden einstimmig wiedergewählt. Den Posten des Chronisten galt es neu zu besetzen, denn Horst Kreß kandidierte nicht mehr. Mit Maridi Thanbichler rückt jetzt eine Frau in die Vorstandschaft. Die Kasse führt weiterhin Christian Theissig. Dieser hatte in der Versammlung auch den Kassenbericht vorgetragen und für seine Arbeit die einstimmige Entlastung der Mitglieder erhalten.

Gasser: »Tradition hat wieder ihren Wert«

Bürgermeister Thomas Gasser bezeichnete den Leonhardiritt als großartige Veranstaltung, die weit über die Heimatgrenzen hinaus bekannt und beliebt ist. Den enormen Ansturm mit Tausenden von Zuschauern erklärte er so: »Die Leute wissen was sie erwartet. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit hat die Tradition wieder ihren Wert.«

Martin Reitschuh, der Vorsitzende der Kaltblutzuchtvereinigung Berchtesgadener Land, dankte der Leonhardigilde für die großartige Unterstützung beim Jubiläum. Seine Vereinigung hatte heuer im Rahmen des Holzhauser Pfingstfests ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Mit einer bunten Bilderschau vom Leonhardiritt 2015 endete die Versammlung. mh