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Warten auf den Piekstermin

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Bisher wurden im Landkreis Traunstein rund 100 Impfdosen verimpft. Derzeit werden keine neuen Termine vergeben, da der Impfstoff fehlt. Foto: dpa

Traunstein – Die Nachfrage ist groß, aber es gibt zu wenig Impfstoff im Landkreis – Keine freien Termine – »Sind froh über die Impfbereitschaft«


»Mir blieb nichts anderes übrig, als mich wieder ins Auto zu setzen und nach Hause zu fahren, 50 Kilometer umsonst. So etwas nennt man eine Panne, und zwar auf der ganzen Linie«, schreibt Theo Meggendorfer aus Traunstein am Montag an die Redaktion des Traunsteiner Tagblatts. Der 83-Jährige gehörte zu den Glücklichen, die bereits am Montagmorgen einen Termin für eine Coronaschutzimpfung im Impfzentrum in Altenmarkt ergattert hatten. So dachte er zumindest.

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Im Gespräch mit unserer Zeitung schildert er es so: »In dem Schreiben von Landrat Walch wurden zwei Wege genannt, wie man sich für einen Termin anmelden kann, telefonisch oder online. Ich habe online gewählt, den Code eingegeben, konnte den Montag auswählen, habe die Uhrzeit 9 Uhr eingeloggt, das Feld wurde grau und das Fenster schloss sich.« Für den Senior war damit klar, Anmeldung erfolgt. Gewundert habe er sich zwar schon, dass er keine Bestätigungsmail erhalten hat, allerdings war er überzeugt, dass er sich einloggen konnte und damit die Anmeldung erfolgreich gewesen sei.

»Pünktlich um diese Zeit angekommen, empfing mich ein freundlicher Herr, der zunächst darauf hinwies, ich müsse angemeldet sein, was ich bejahte und er gegenprüfte. Darauf bekam ich allerdings keine Antwort, ob die Anmeldung korrekt war, sondern lediglich die Auskunft, das Impfzentrum habe derzeit keinen Impfstoff«, berichtet Meggendorfer. Auf die Frage Meggendorfers, wie er sich denn nun für einen neuen Termin korrekt verhalten solle, erhielt er die Antwort: »Ich solle mich besser telefonisch wieder melden, aber nicht heute, da sie keinen Impfstoff hätten.«

Eine ähnliche Erfahrung hat auch Winfried Thonig aus Staudach-Egerndach gemacht. Der 82-Jährige ergatterte sogar bereits am Sonntag um 13 Uhr einen Termin. Bei ihm habe alles bei der Anmeldung perfekt funktioniert. »Die Bestätigungsmail ist binnen Minuten nach der eigentlichen Anmeldung gekommen«, lobt er das Anmeldeverfahren. Geimpft werden konnte Thonig dennoch nicht. »Ich wurde am 17. Dezember noch gegen die Grippe beim Hausarzt geimpft«, sagt der Senior gegenüber unserer Zeitung. Jedoch dürfe 14 Tage vor der Corona-Schutzimpfung keine andere Impfung erfolgt sein. Diese Information bekam Thonig allerdings erst, als er bereits in Altenmarkt im Impfraum war. »Ich hatte mir schon so etwas gedacht«, sagte Thonig. Allerdings hätte er beim Hausarzt auf Nachfrage nur die Antwort erhalten, dass darüber die Ärzte im Impfzentrum entscheiden müssen. »Dort hätte ich gerne nachgefragt, aber es gibt keine offizielle Möglichkeit, bei Unsicherheit eine Frage zu stellen«, bedauert der 82-Jährige.

Auch in seinem Fall ist es nun unklar, wann er geimpft werden kann. »Meinen Termin für die zweite Impfung am 17. Januar muss ich nun auch absagen, da ich ja noch nicht mal einen Termin für die erste Impfung habe.« Auch er bekam den Hinweis, es telefonisch zu probieren. Allerdings erst ab Montagnachmittag – derzeit gebe es keinen Impfstoff, den man verimpfen könne.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der heutigen Ausgabe (30. Dezember) des Traunsteiner Tagblatts.

vew

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