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Warnstreik bei Bergader

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Die Bergader-Mitarbeiter forderten »150 Euro mehr für alle«. (Foto: NGG)

Waging am See – Eine neuerliche Streikwelle in der bayerischen Milchwirtschaft hat gestern mit einem Warnstreik bei der Privatkäserei Bergader in Waging begonnen. Nach Informationen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) legten rund 60 Bergader-Mitarbeiter für rund zwei Stunden ihre Arbeit nieder und forderten »150 Euro mehr für alle«.


Die Forderung nach einer einheitlichen Lohnerhöhung von 150 Euro hatten die Arbeitgeber bei der ersten Runde der Tarifverhandlung abgelehnt und aus Sicht der Gewerkschaft nur ein »inakzeptables Magerangebot« auf den Tisch gelegt. Darum beschloss die NGG jetzt, in ganz Bayern Warnstreiks abzuhalten – mit dem Ziel, den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag, 29. Oktober, zu erhöhen

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Mit den Bergader-Mitarbeitern solidarisierten sich gestern unter anderem auch Mitarbeiter der Wasserburger Molkerei Meggle, der Molkerei Alpenhain in Pfaffing und des Käse-Abpackunternehmens Frischpack bei Tuntenhausen, die ebenfalls an dem Warnstreik in Waging teilnahmen. Mit Blick auf die Lohnverhandlungen sagte gestern der NGG-Landesvorsitzende Freddy Adjan, dass es der Branche wirtschaftlich sehr gut gehe und die Lohnkosten mit 6,4 Prozent nur einen geringen Anteil vom Umsatz ausmachen würden. Bei einem Jahresumsatz von über zehn Milliarden Euro und 14 000 Beschäftigten ist die Milchwirtschaft eine der größten Branchen in der bayerischen Ernährungsindustrie. san

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