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Warme Töne zwischen kräftigen Farben

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Warme Purpurtöne, etwa von Purpurglöckchen, Fetthenne und Chrysanthemen, dominieren die elegante, über mehrere Gefäße verteilte Pflanzengesellschaft. (Foto: GMH)
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Den Sommer über herrscht im Garten das reinste Jetset-Leben: Stauden und Sommerblumen wetteifern miteinander um die größten Blüten und die schillerndsten Farben, es ist laut, es ist bunt und mitunter nimmt man die einzelnen Akteure in der allgegenwärtigen Opulenz gar nicht mehr richtig wahr. Gegen Ende des Sommers aber legt sich ein warmes Leuchten über die Welt und kündet vom herannahenden Herbst. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Garten, Balkon und Terrasse für die zweite Saison umzukleiden.


Das soll nicht heißen, dass es in den Beeten, Töpfen und Kübeln nun langweilig würde. Ganz im Gegenteil, wie das abwechslungsreiche Sortiment zeigt: Elegante Blattkünstler, anmutige Blütenschönheiten und dynamische Gräserstars ziehen mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Präsenz jeden in ihren Bann.

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Die Fetthenne »Herbstfreude« beispielsweise begeistert mit fleischig-sukkulenten Blättern und schirmförmigen Blütentellern, die ihre Farbe im Aufblühen vom zartem Weiß-grün zu kräftigem Purpurrot ändern und bei Bienen sehr beliebt sind. Sie bringen auch nach der Blütezeit Struktur in die Pflanzung, weshalb sie erst im nächsten Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Purpurglöckchen wiederum begeistern den ganzen Winter über mit ihrem attraktiven Laub, das in zahlreichen Farbvarianten von leuchtendem Bernstein bis zu glühendem Burgunderrot erhältlich ist. Dazwischen erinnern Gräserfontänen wie etwa der grün-weiß gestreifte Segge »Evereste« an ein glitzerndes Silvesterfeuerwerk.

Die Pflanzen sind aber nicht nur optisch echte Zauberkünstler: Die verschiedenen Arten sind so gut aufeinander abgestimmt, dass ein harmonisches und stilvolles Ergebnis garantiert ist. Noch nie war Pflanzplanung so einfach. Alle Arten des Herbstzauber-Sortiments wachsen sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Von August bis Oktober gepflanzt haben sie genügend Zeit, um vor dem Winter einzuwurzeln. Im Beet benötigen sie den Winter über keine Pflege, in Töpfen und Kübeln sollten Gartenbesitzer die Pflanzen an frostfreien Tagen regelmäßig gießen, da sie auch weiterhin Wasser verdunsten – einfaches Nachfühlen mit dem Finger zeigt, ob die Erde noch feucht oder bereits Nachschub notwendig ist.

Die schönste Herbst- und Winterwirkung erzielen Gartenliebhaber durch dichtes Pflanzen. Tipp: Sollten einzelne Topfbewohner im nächsten Jahr zu groß werden, ziehen sie einfach in den Garten um und überlassen ihren Platz im Pflanzgefäß den Frühjahrs- und Sommerpflanzen.

Diesen und viele weitere Artikel unserer Serie »Gartenleben« finden Sie unter www.traunsteiner-tagblatt.de/gartenleben im Internet. fb