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Wanderweg auf dem Unternberg wurde saniert

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Ortstermin auf dem Unternberg: Forst, Gemeinde und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein überzeugten sich von der gelungenen Sanierung des Wanderweges. Unser Foto zeigt (von links) Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller, Bauhofleiter Josef Eder, den Leiter der Tourist-Info Ruhpolding, Herbert Ringsgwandl, Bürgermeister Claus Pichler, Revierförster Harry Siegler und Forstamtmann Josef Gambs vom AELF. (Foto: Burghartswieser)

Ruhpolding. Wer vom Unternberg Richtung Branderalm wandern wollte, benötigte bisher sehr gutes, wasserfestes Schuhwerk. Der Weg war nämlich aufgrund des tiefen Morastes »seit Jahren ein Schwachpunkt im touristischen Angebot Ruhpoldings«, so Bürgermeister Claus Pichler. Jetzt ist aber Schluss damit. In einer gemeinschaftlichen Aktion des Forstbetriebs Ruhpolding und des Bauhofs der Gemeinde wurde der Wanderpfad sachgerecht mit viel Aufwand saniert.


»Jetzt ist die Freizeiteinrichtung im Naherholungsgebiet wieder unfallfrei begehbar«, freute sich das Gemeindeoberhaupt bei einem Ortstermin auf dem Unternberg. »Die meiste Arbeit hat der Forst übernommen«, bestätigte Bauhofchef Josef Eder. Neben den Bauhofarbeitern seien insgesamt bis zu sechs Personen mit der Sanierung beschäftigt gewesen. Sogar bis zu zwei Asylbewerber, deren Taschengeld das Landratsamt übernommen hatte, wurden eingesetzt. Wie Eder weiter sagte, seien auf die Gemeinde Kosten in Höhe von rund 10 000 Euro zugekommen, eingerechnet die rund 300 Arbeitsstunden der Gemeindearbeiter.

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Die Projektleitung hatte Revierförster Harry Siegler übernommen. »55 Kubikmeter Holz mussten ausgeflogen und rund 50 Kubikmeter Kies aus eigenem Abbau eingeflogen werden«, sagte der Förster zu seiner Arbeit, die er außerhalb seines Kerngeschäfts wahrnahm. 45 Rotationen mit dem Hubschrauber seien dafür notwendig gewesen. Nach einem sachgerechten Unterbau und dem Auftragen des Kiesbetts sind letztlich rund 600 Meter neue Trassenführung auf dem bisherigen Wanderweg entstanden, der Kostenaufwand des Forstbetriebes sei mit rund 33 000 Euro zu beziffern. Davon seien aber noch etwa 6000 Euro an eingenommenem Holzertrag abzuziehen. Für die Maßnahme wurden beim Freistaat Bayern Fördermittel für ein »Besonderes Gemeinwohlprojekt« beantragt. Forstamtmann Josef Gambs vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bestätigte in diesem Zusammenhang, dass seine Behörde dafür rund 28 000 Euro an Staatsmitteln zur Verfügung gestellt hat.

Und das Ergebnis der Ortsbesichtigung: Alle konnten sich davon überzeugen, dass der Wanderweg sehr gut gelungen ist und die Wanderer nun »trockenen Fußes« die Branderalm erreichen können. Ein Gemeinschaftsprojekt, das vor allem auch Bürgermeister Pichler zufriedenstellt. »Nach jahrzehntelangem Ringen um eine praktikable Lösung ist es nun gelungen, den Bergwanderern in unserem Naherholungsgebiet einen schönen Weg anzubieten«. hab