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Wanderin fällt bei Inzell Stein in Nacken – Helikopter-Rettung am Falkenstein

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Die Mannschaft der Bergwacht bereitet mit einem Notarzt den Abtransport der Patientin am Falkenstein vor. Foto: Bergwacht Inzell

Inzell – Eine verletzte Wanderin rettete am Dienstagnachmittag die Bergwacht Inzell mit Luftunterstützung vom Falkenstein. Der Frau war ein Stein in den Nacken gefallen. Sie erlitt eine Kopfverletzung und stürzte daraufhin vom Steig in steiles Gelände ab.

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Eine holländische Urlauberin war am Nachmittag in einer Gruppe auf einer Tour am Falkenstein unterwegs. Beim Abstieg hatte sich über ihr ein Stein gelöst, der sie beim Herabfallen im Nacken traf. Die Frau erlitt eine Platzwunde am Hinterkopf und stürzte mehrere Meter vom Steig ins steile Waldgelände ab. Beim Sturz zog sie sich weitere Verletzungen zu.

Der Rest der Gruppe setzte gegen 16.30 Uhr sofort einen Notruf ab. Zwei Gruppenmitglieder stiegen umgehend in Richtung Eisstadion ab, um die Rettungsmannschaft einzuweisen. Dadurch konnte der Voraustrupp der Bergwacht zügig zur Patientin aufsteigen. Auch ein Bergwacht-Notarzt konnte kurze Zeit später zu Fuß zu der verunglückten Urlauberin aufsteigen. Der Verdacht auf eine Beckenfraktur machte einen zügigen Abtransport notwendig.

Zwischenzeitlich war auch der angeforderte Rettungshubschrauber Christoph 14 aus Traunstein verfügbar. Ein Bergretter sollte mit einem Bergrettungssack am Rettungstau zur Einsatzstelle gebracht werden und im zweiten Anflug mit der Patientin wieder abgeholt werden. Aufgrund des extrem kleinen Absetzpunktes und der immer stärker werdenden Winde musste das Manöver abgebrochen werden.

Da für solch einen Fall immer gleichzeitig ein bodengebundener Abtransport organisiert wird, war ein zweiter Bergrettungssack und eine Gebirgstrage bereits mit einer weiteren Gruppe Bergretter unterwegs zur Einsatzstelle. Gerade als die Patientin kurz vor Eintreffen der Dunkelheit transportfertig war, konnte eine kurze Windstille ausgenutzt werden, um die Verletzte mit Bergwacht-Notarzt in letzter Minute mittels Rettungstau des Hubschraubers an einer kleinen Lichtung unterhalb der Einsatzstelle abzuholen. Nach einer kurzer Zwischenlandung am Bergwacht-Depot wurde die Patientin ins Klinikum Traunstein geflogen.

red/Einsatzbericht Bergwacht Inzell