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Wallfahrtskirche Maria Eck feiert »Wiedergeburt«

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Blick in die Wallfahrtskirche in Maria Eck: Vor 200 Jahren verhinderten mutige Chiemgauer ihren Abriss.

Siegsdorf. Im Jahre 1813, nach vielen Jahren mühsamen Kampfes gegen den von der Obrigkeit geplanten Abbruch der Wallfahrtskirche Maria Eck, durften viele mutige Chiemgauer einen für die damalige Zeit wohl seltenen Sieg feiern. Die Wallfahrtskirche »Zu unserer lieben Frau« auf dem »Balkon des Chiemgaues« zwischen Siegsdorf und Bergen wurde neu geweiht und wieder geöffnet, die vielen Pilger aus dem gesamten Chiemgau und darüber hinaus konnten wieder ihre Messen im Gotteshaus feiern. Möglich machte die Rettung auch eine finanzielle Zusage der Gemeinden Siegsdorf, Bergen, Vachendorf, Ruhpolding und Inzell, die sich als »Garantiegemeinden« zum Erhalt und Unterhalt der Wallfahrtskirche verpflichteten.


In den vergangenen 200 Jahren hat sich die Wallfahrt nach Maria Eck fest in der ganzen Region verankert und jährlich pilgern Tausende, sei es im Rahmen großer Wallfahrten oder Bittgänge, oder auch alleine und in kleinen Gruppen auf den »Ecker Berg« und tragen »Bitt und Dank« vor das Gnadenbild im Hochaltar.

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Die Franziskaner Minoriten aus dem Kloster Maria Eck, die für die seelsorgerische Betreuung der Wallfahrt verantwortlich sind, wollen dieses Jubiläum gebührend feiern. Mit einem feierlichen Pontifikalamt am morgigen Sonntag dem Fest »Mariä Geburt«, zugleich das Patrozinium der Wallfahrtskirche, soll an die großartige Leistung der Chiemgauer Bevölkerung vor 200 Jahren erinnert, und für eine beständige Zukunft der Wallfahrt gebetet werden. Um 10.15 Uhr wird Bischof Dr. Josef Clemens aus Rom zusammen mit den Brüdern des Klosters das Pontifikalamt zelebrieren, um 17 Uhr ist eine festliche Marienvesper. Neben den Christen aus der gesamten Region sind vor allem die Gläubigen aus den »Garantiegemeinden« willkommen. FK