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Wallfahrt durch eine beeindruckende Landschaft

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Auf der »Himmelsleiter« ging es für die Wallfahrer 420 Stufen hinab nach Weißbach. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Um die 100 Wallfahrer aus dem Pfarrverband Waging-Otting-St. Leonhard haben sich auf den Weg zur Wallfahrtskirche Maria Kunterweg bei Ramsau gemacht – zu Fuß, mit dem Radl, mit dem Bus oder auch in Kombination Bus und zu Fuß. Abschluss der Wallfahrt, die sich für die Fußgänger über zwei Tage hinzog, war der Gottesdienst mit Pfarrer Andreas Ager.


Eindrucksvolle Tage lagen da vor allem hinter den Fußwallfahrern, die eineinhalb Tage lang unter Leitung von Gemeindereferent Martin Riedl unterwegs waren. Gestartet war die Gruppe mit 36 Teilnehmern schon am Tag zuvor um 5 Uhr in St. Leonhard, als noch der Nebel über den Fluren lag. Bei einer Bäckerei in Neukirchen gab es eine Frühstückspause. Dann ging es weiter über Hammer, am Pfarrheim St. Michael in Inzell wurde Mittagspause gemacht.

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Von dort führte der Weg östlich um den Falkenstein. Am Falkensee mit seinen Stegen gab es einen morgendlichen Impuls, ein kurzes Innehalten also. Dann pilgerte die Gruppe über die Soleleitung zur »Himmelsleiter« und auf den 420 Stufen hinab nach Weißbach. Im Kurpark nutzen einige Wallfahrer die Kneippanlage zur Regeneration ihrer Füße. Endstation des Tages war dann das Mauthäusl. Hierher war auch das Gepäck gebracht worden. Beim Ausladen wurde der mitgebrachte Orgelfördervereins-Wein dankbar entgegengenommen.

Am nächsten Morgen ging es weiter in die Weißbachschlucht, wo Martin Riedl einen Morgenimpuls hielt. Die Wanderung durch die Schlucht war ein faszinierendes Erlebnis. In Schneizlreuth schloss sich die Gruppe an, die mit dem Bus nachgekommen war. Nächste Station war Unterjettenberg, wo teilweise noch die Spuren des letzten Unwetters am Weg zu sehen waren. Über die Schwarzbachalmen führte der Weg nach Maria Kunterweg. Hier kamen die Fußpilger fast zeitgleich mit den Radlern an, die zusammen mit Hilde Krasauskeite unterwegs waren. Die Fußwallfahrer hatten damit an den beiden Tagen gut 50 Kilometer zurückgelegt.

Als alle Wallfahrer am Ziel waren, erklärte Pfarrer Ager einige Sehenswürdigkeiten dieser Rokokokirche, die um 1733 gebaut wurde. Danach feierten alle Teilnehmer gemeinsam Gottesdienst und kehrten ein im Biergarten unter den alten Kastanien. Da setzte heftiger Regen ein, nachdem es zuvor an beiden Tagen bis auf wenige Tropfen ganz niederschlagsfrei war.

Die schöne Landschaft und die Impuls- und Gebetszeiten hätten die Alltagssorgen stark in den Hintergrund gedrängt, hieß es im Nachhinein. Auch wurde die abwechslungsreiche Gestaltung gewürdigt: Wandern durch die schöne Landschaft, Phasen des Gebets, zwischendurch Stille, dann wieder Gespräche und Austausch. Unterwegs sein mit Freunden und einander im Gebet treffen: So ähnlich könnte es auch zur Zeit Jesu zusammen mit dessen Jüngern gewesen sein, schilderte ein begeisterter Teilnehmer. he