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Waldkindergarten in Inzell nimmt Form an

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Der Vorstandschaft des Trägervereins Waldkindergarten Inzell gehören an (hinten von links) Tobi Mayer, Andreas Rieder, Marvie Schuler, Regina Bauregger, Katharina Mayer und (vorne von links) Nicole Rieder, Katrin Hoiss und Nadja Bernard. (Foto: Bauregger)

Inzell – Ein viertel Jahr nachdem der Gemeinderat grünes Licht zum Bau eines Waldkindergartens am Söldenberg gegeben hatte, wurde jetzt mit der Gründung eines Trägervereins »Waldkindergarten Inzell« ein weiterer, wichtiger Schritt zur Realisierung des Vorhabens vollzogen. Da inzwischen auch die Parkplatzfrage geklärt ist, die zu einer deutlichen Verfahrensverzögerung geführt hat, und die Anerkennung als gemeinnütziger Verein kurz vor dem Abschluss ist, steht dem Bau der Hütte auf dem Grundstück von Nicole Rieder nichts mehr im Wege.


Wie die Erzieherin, stellvertretende Leiterin des Eltern-Kind-Programms Inzell und angehende Waldpädagogin Rieder informierte, wurde der Verein mit folgender Vorstandschaft gegründet: Vorsitzende ist Nicki Rieder, stellvertretende Vorsitzende ist Marvie Schuler, Schatzmeisterin Katrin Hoiss. Weitere Gründungsmitglieder sind Andreas Rieder, Regina Bauregger, Nadja Bernard, Katharina Mayer und Tobi Mayer.

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Weitere Mitglieder für den Verein gesucht

Als nächstes wurde beim Finanzamt die Gemeinnützigkeit und die anschließende Eintragung ins Vereinsregister beantragt. Diese sei elementar wichtig für die Trägerschaft und um Spendenquittungen ausstellen zu können. Rieder wies darauf hin, dass Bürger und Unterstützer den Verein jederzeit mit passiver oder aktiver Mitgliedschaft unterstützen können. »Je mehr sich dazu entscheiden, umso schneller kann das Projekt auch in die Tat umgesetzt werden«, betonte sie.

Sie sei auch froh, dass sie vom Verein, dem etliche Fachleute wie ein Betriebswirt, eine Einzelhandelsfachfrau, ein Gymnasiallehrer oder mehrere Kinderpflegerinnen angehören, jetzt sehr engagiert unterstützt werde. Derzeit laufen Verhandlungen mit einem möglichen Träger, der aber frühestens die Verwaltung übernehmen würde, wenn das Projekt fertig ist.

Gebremst wurde das Vorhaben Anfang Oktober, als Frau Rieder die Information erhielt, dass die zwei Stellplätze, die Gemeinde und Kreisbaumeister im Frühjahr gefordert hatten, nun doch nicht auf dem Wanderparkplatz unterhalb des Söldenbergs angelegt werden könnten.

Vier Stellplätze gegenüber dem Wanderparkplatz

Da weder eine Lösung mit der Gemeinde als Pächter, noch mit dem Grundstücksbesitzer gefunden werden konnte, hat Rieder nun von ihrer Mutter die Erlaubnis, auf deren Wiese gegenüber des Wanderparkplatzes im Tauschverfahren vier Stellplätze einzurichten.

Ansonsten hätte sich der Verein bereits hier vorab verschulden müssen. Allerdings müssen diese Stellplätze nun erst wieder berechnet und genehmigt sowie die Satzung angepasst werden. Der eigentliche Zugang zur Waldkindergartenhütte erfolgt von dort über einen ehemaligen Feldweg.

Inzwischen steht auch das finanzielle Konzept. Demnach soll der Bau der Hütte mit Mitgliedsbeiträgen, Spenden, freiwilligen Arbeitsleistungen und Materialspenden von Bauholz und anderen Baustoffen realisiert werden. Vieles davon wurde dem Verein bereits zugesagt.

Wie groß die Kindergartengruppen sind, spielt offenbar inzwischen keine Rolle mehr, sofern die Finanzierung gesichert ist. Große Unterstützung erhält der Verein von den »Hurricanes«, die mit einem Benefizkonzert am 18. November im Festsaal Inzell einen Teil zur Finanzierung beitragen. An diesem Abend und im Rahmen des Weihnachtsmarkts beim Lindlbauer im Dezember wird der Verein werben und am Weihnachtsmarkt Bastelwaren gegen Spende abgeben.

Weitere ehrenamtliche Unterstützung leistet auch der Siegsdorfer Ingenieur Mathias Riesemann, der Baupläne und Brandschutzkonzept erarbeitete. Das Hinzuziehen eines Ingenieurs war erforderlich geworden, da die Waldkindergartenhütte baurechtlich als Sonderbau gilt. Auch das pädagogische Konzept steht. Nachdem finanzielles und pädagogisches Konzept nach Fertigstellung der Hütte geprüft sind, fehlt nur noch die Betriebserlaubnis.

Infonachmittag ist erste Aktion im neuen Jahr

Erste Aktion im neuen Jahr ist ein Infonachmittag Anfang Januar, um weitere Unterstützer und Vereinsmitglieder zu werben und die Bevölkerung umfassend zu informieren. Im Frühjahr soll dann Baubeginn für die Hütte am Söldenberg sein. Etwa ab Sommer 2017 kann das Team Schnupperwochen anbieten, im September soll der Kindergartenbetrieb starten. Nicole Rieder ist zuversichtlich, dass alles so realisiert werden kann, »wenn uns die Gemeindebürger und die Gemeinde dementsprechend unterstützen« und damit auch ihre Wertschätzung für das momentan noch private soziale Engagement ausdrücken. wb