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Waldkindergarten hat eine neue Vorstandschaft

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Die neue Vorstandschaft des Waldkindergartens Traunstein (von links): Tanja Warweg, Julia Huber, Melanie Fernsebner und Claudia Linner. Es fehlt Daniela Kretzschmar. (Foto: Bauer)

Traunstein – Der Waldkindergarten Traunstein hat einen neuen Vorstand. Melanie Fernsebner löste bei der Jahreshauptversammlung Antonia Viethen an der Spitze des Vereins ab.


Auch die anderen Vorstandsmitglieder wurden neu gewählt. Den zweiten Vorsitz übernimmt Julia Huber von Wolfgang Königbauer. Beisitzer sind Daniela Kretzschmar, Tanja Warweg und Claudia Linner.

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Der Waldkindergarten Traunstein ist eine Elterninitiative. Das bedeutet, die Eltern der Kindergartenkinder leiten den Kindergarten selbst. Sie haben sieben Erzieherinnen und Praktikanten angestellt, die sich um die 40 Kinder in den beiden Gruppen im Bürgerwald kümmern. Das ganze Drumherum organisiert der Vereinsvorstand zusammen mit den anderen Eltern – und das ehrenamtlich. Eine Aufgabe, die angesichts der immer größer werdenden Bürokratie keine einfache Aufgabe ist, machte die scheidende Vorsitzende Antonia Viethen in ihrem Jahresrückblick im Hofbräustüberl deutlich.

Vor allem das vergangene Jahr sei von sehr viel Personalwechseln geprägt gewesen, da einige Erzieherinnen schwanger wurden oder weggezogen sind. Neue Erzieherinnen zu finden, sei nicht einfach. Das sei auch der Grund gewesen, warum in diesem Jahr die Spielgruppe abgesagt werden musste. Der Verein fand kein Personal, obwohl es 16 Anmeldungen gegeben habe, bedauerte Viethen. Für kommenden Herbst gebe es schon wieder eine große Nachfrage.

Viethen regte an, aus der halbjährlichen Spielgruppe (zweimal in der Woche) eine ganzjährige zu machen. Dafür müssten aber ein neuer Platz im Wald gefunden und eventuell ein neuer Unterschlupf angeschafft werden. »Die Spielgruppe zu erhalten, wäre wichtig für den Verein. So können Eltern, die sich das mit dem Wald nicht recht vorstellen können, ausprobieren, ob das was für sie und ihr Kind ist.«

Autofahrer sollen langsam fahren

Im vergangenen Jahr feierte der Waldkindergarten sein 15. Jubiläum. Viethen erinnerte an dieses »schöne Fest« und freute sich, dass mit dem Erlös aus Basar und Kuchenverkauf bereits neue Bänke vor dem Bauwagen und rund um die Jubiläumslinde angeschafft worden sind. Weniger erfolgreich seien bislang die Aktionen für mehr Verkehrssicherheit: Viele Autofahrer fahren einfach zu schnell am Parkplatz des Waldkindergartens in Mayerhofen vorbei. Entlang der Straße wurden etliche Holzzwerge aufgestellt; außerdem wurde die benachbarte Schule in Sparz gebeten, Eltern und auch Lehrer darauf hinzuweisen, dass sie langsam fahren sollen.

Stadtrat Thomas Stadler, Vater eines Waldkindergartenkindes, schlug vor, sich bei der Stadt erneut um eine Tempo-30-Zone zu bemühen, zumal seit Dezember die Eingriffschwelle für die Tempo-30-Zonen abgesenkt worden seien. Darauf hatte Manfred Bulka, Chef des Ordnungsamts in Traunstein, bei der jüngsten Bürgerversammlung hingewiesen.

Den Kassenbericht stellte in Vertretung für die scheidende Kassierin Carla Goller Lohnbuchhalterin Claudia Distler vor. Bei einem Gesamtvolumen von 250 000 Euro seien die größten Einnahmeposten die Zuschüsse der Kommunen von 150 000 Euro und die Beiträge der Eltern in Höhe von 45 000 Euro. Bei den Ausgaben schlagen in erster Linie die Personalkosten mit rund 150 000 Euro zu Buche, dazu kommen »ein bisserl Heizkosten und die Versicherungen«. »Das ist der kostengünstigste Kindergarten, den sich eine Kommune wünschen kann«, betonte Thomas Stadler.

Mit lobenden Worten wurde die scheidende Vorstandschaft bedacht – allen voran Antonia Viethen, die den Verein zwei Jahre lang geleitet hat. »Sie hat wirklich eine Top-Arbeit geleistet und unglaublich viel gemacht«, sagte der scheidende zweite Vorstand Wolfgang Königbauer. Der Elternbeirat überreichte im Namen aller Eltern Geschenkgutscheine an die vier scheidenden Vorstandsmitglieder. ka