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Walch erhält 95,7 Prozent: »Unglaubliches Ergebnis«

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Landrat Hermann Steinmaßl (rechts) gratulierte Siegi Walch zu seinem hervorragenden Ergebnis. Walch geht für die CSU als Landratskandidat ins Rennen. (Foto: H. Eder)

Jetzt ist es offiziell: Siegi Walch aus Inzell ist der Landratskandidat der CSU im Landkreis Traunstein für die Kommunalwahlen im März 2014. Mit einer »überdeutlichen Mehrheit« von 135 der 141 abgegebenen Stimmen haben ihn die Delegierten bei der Versammlung am Freitag im Kurhaus in Waging gewählt, gab Wahlleiter Karl Kaditzky bekannt. Das sind 95,7 Prozent. Walch selber sprach von einem »unglaublichen Ergebnis«, über das er sich »unwahrscheinlich« freue.


Lobende Worte von Klaus Steiner

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Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Klaus Steiner begrüßte die Delegierten zu dieser »wichtigen Veranstaltung«. Er pries das Verfahren, in dessen Rahmen die CSU ihren Kandidaten gefunden habe: Dieses habe ein sehr eindeutiges Ergebnis für den designierten Landratskandidat erbracht. Mit großer Mehrheit sei Siegi Walch der Versammlung empfohlen worden.

Steiner, Landrat Hermann Steinmaßl und – in Form eines schriftlich abgegebenen Grußwortes – auch Alois Glück empfahlen den Delegierten den Kandidaten Walch. Dieser sei, so Steiner, »offen, modern und in Zukunft gerichtet«. Er habe bereits große Erfahrung als Kommunalpolitiker, fügte er hinzu. Er sei Gemeinderat, Kreisrat und Dritter Bürgermeister von Inzell. Zudem verfüge er als Unternehmer über einen Erfahrungsschatz, der schon bei Landrat Steinmaßl der Schlüssel gewesen sei für die wichtigen Weichenstellungen in Richtung einer guten wirtschaftlichen Entwicklung im Landkreis Traunstein, vor allem in Sachen Kliniken und Altenheime. Walch sei ein »junger, ehrgeiziger Kandidat – und den brauchen wir auch«.

Steinmaßl trat ans Rednerpult mit den Worten: »Das Feld ist frei für einen neuen Landrat.« An Walch lobte er dessen »extrem schnelle Auffassungsgabe, sein lösungsorientiertes Denken«, und er könne »seine Vorstellungen so darstellen, dass viele seinen Ideen folgen«. Für den Posten als Landrat brauche man auch den Glauben an sich und seine Ideen und auch ein Stück Risiko und Mut: All diese Voraussetzungen bringe Walch mit, betonte Steinmaßl.

Alois Glück meinte in seiner schriftlichen Stellungnahme, Walch sei gewiss jung für das Amt. Aber es gebe nicht wenige Beispiele, dass junge Kandidaten in solchen Ämtern rasch gewachsen seien und sie ausgefüllt hätten. Er sehe auch in Walch das Potenzial, dass er, wie seine Vorgänger, in das Amt hineinwachsen und die Aufgaben gestalten könne.

Alle drei Redner appellierten an die Delegierten, mit der Wahl nach außen hin Geschlossenheit zu zeigen. Die Appelle zeigten Wirkung – die Delegierten votierten bei nur fünf Nein-Stimmen und einer Stimme für Andreas Bratzdrum mit einem Spitzenergebnis für Siegi Walch als CSU-Landratskandidaten.

Walch hatte in seiner Vorstellungsrede seine Bereitschaft zu kandidieren bekundet. Er sei bei seinen vielen Terminen im Landkreis überall positiv aufgenommen worden und habe gemerkt, wie die Partei zusammenstehen könne. Inhaltlich konzentrierte er sich auf einige wenige Punkte, die ihm, wenn er denn zum Landrat gewählt werden würde, wichtig seien. Da sei zum einen – aufgrund der aktuellen Situation – ein guter Hochwasserschutz, mit dem man sich in den nächsten Jahren mehr befassen müsste. Denn »wir werden in Zukunft wohl alle zehn Jahre ein 'Jahrtausendhochwasser' haben«, sagte er. Weitere Schwerpunkte waren: den Vereinen den Rücken stärken, die Schwächeren in der Gesellschaft nicht vergessen, ein unbedingtes Ja zum Erhalt der Kreiskliniken in kommunaler Trägerschaft und die Förderung der Wirtschaft, um jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, »dass keiner mehr von hier weg muss, dass es möglich ist, sich ein Haus zu bauen, eine Familie und eine Existenz zu gründen«.

»Ich will mit allen zusammenarbeiten«

Hinter einer Olympiabewerbung des Chiemgaus für 2022 steht Walch »zu 100 Prozent«. Wenn man den Zuschlag bekommen würde, würden das »die grünsten Olympischen Spiele aller Zeiten« werden, sagte Walch, unter Verwendung der bestehenden Sportstätten, die auf höchstem Niveau seien. Allerdings wolle man vorher die Zustimmung der Bürger in Form eines Bürgerentscheids auf Landkreisebene einholen, alles andere werde dem Ganzen nicht gerecht. Diese Ziele wolle er zusammen »mit euch allen und allen Parteien im Landkreis erreichen; denn Parteipolitik ist auf lokaler Ebene eigentlich keine gute Sache. Ich will mit allen zusammenarbeiten, um das Beste für die Region herauszuarbeiten«. Für seine Rede bekam Walch reichlich Applaus; eine halbe Minute lang wurde geklatscht. he

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