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Waginger wählen wohl erst im Februar

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Petting: Ludwig Prechtl und Thomas Stippel weiterhin Bürgermeister-Stellvertreter
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Foto: Silas Stein/dpa

Waging am See – Die Waginger Bürger müssen sich noch etwas gedulden, bis sie einen Nachfolger für Bürgermeister Herbert Häusl wählen können, und Zweiter Bürgermeister Matthias Baderhuber wird somit noch längere Zeit gefordert sein, neben seinem Beruf die Amtsgeschäfte vertretungsweise zu führen. Häusl kann, wie berichtet, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nicht mehr weiterführen. Die Neuwahlen werden voraussichtlich – der Gemeinderat muss dazu noch gehört werden – im kommenden Jahr am Sonntag, 17. Februar, stattfinden.


Dies hat Abteilungsleiter Florian Amann vom Landratsamt Traunstein auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt. »Ein möglicher Termin«, so Amann, »wäre der 17. Februar.« Dies sei aber zunächst nur ein Vorschlag, der letztlich im Einvernehmen mit der Marktgemeinde Waging endgültig festgelegt werden müsse. Diesen relativ späten Termin begründete Amann wie folgt: Zum einen wolle man nicht, dass der Wahltermin in der Weihnachtszeit »untergeht«, zum zweiten müssten die Parteien und ihre Kandidaten ausreichend Zeit haben, sich auf die Wahl vorzubereiten, und zum dritten brauche auch die Gemeinde genügend Vorlauf für die Organisation, nicht zuletzt für den Druck der Wahlzettel.

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Der Gemeinderat wird nun in seiner Sitzung am Donnerstag über den vorgeschlagenen Wahltermin informiert und kann sich dazu äußern, wie Geschäftsleiter Franz Röckenwagner auf Anfrage mitteilte. Gleichzeitig wird in der Sitzung auch – natürlich im nichtöffentlichen Teil – über die Dienstunfähigkeit von Bürgermeister Häusl gesprochen.

Die Gemeinde hatte in Häusls Auftrag den Antrag auf Feststellung der Dienstunfähigkeit beim Bayerischen Versorgungsverband gestellt. Vor der Feststellung der Dienstunfähigkeit per Verwaltungsakt, also durch einen Bescheid, muss diese durch ein amtsärztliches Gutachten bestätigt werden, was inzwischen wohl auch geschehen ist. Nun muss der Gemeinderat dies noch offiziell bestätigen.

Bürgermeister Häusl ist seit einigen Wochen zu Hause und schont sich und seinen Fuß, so weit es möglich ist. Er leide immer noch unter Schmerzen, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung, und der Fuß sei immer noch nicht zugeheilt. Sein großer Wunsch wäre es, dass die Wunde bis Weihnachten ganz zu sei.

Aufgrund des langsamen Heilungsprozesses ist er nach wie vor fest davon überzeugt, dass es richtig war, die Dienstunfähigkeit zu beantragen. Er könne, so Häusl, aufgrund seines Gesundheitszustands »all das nicht mehr erledigen, wofür ich gewählt worden bin«. he

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