weather-image

Waginger überzeugten an der Goaßl

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Recht gelassen schien der Aufdraher der Gewinner-Passe, Waging II, ans Werk zu gehen.
Bildtext einblenden
Immer wieder waren auch Frauen in den Reihen der männlichen Schnalzer zu bewundern. (Fotos: Albrecht)

Fridolfing. Waging II dominierte bei den Erwachsenen, Grassach-Tittmoning I bei der Jugend: Beim Preisschnalzen rund um den Waginger See sorgten die Platzierungen durchaus für Überraschungen. Rund 430 Teilnehmer waren in Fridolfing angetreten, um die Besten zu ermitteln.


Zum 35. Mal fand die Meisterschaft heuer statt, das erste Mal in Fridolfing. Der Trachtenverein »D´Salzachtaler« fungierte als Veranstalter, Bürgermeister Johann Schild hatte die Schirmherrschaft übernommen und Rudi Roider aus Kirchanschöring sorgte für den effizienten und reibungslosen Ablauf des Preisschnalzens.

Anzeige

Schon lange bevor der eigentliche Wettbewerb begann, unterhielt die Musikkapelle Fridolfing die Gäste in der Turnhalle. Als Bürgermeister Schild und Landrat Hermann Steinmaßl den Wettkampf offiziell eröffneten, standen Schnalzer und Zuschauer dicht gedrängt um das Areal auf der »Moarei«-Wiese hinter der Turnhalle. Kurz nach Mittag gingen dann die 18 Jugend- und 29 Allgemeinen Passen ans Werk. Bis kurz nach 15 Uhr knallten fast ununterbrochen die Goaßln – und in der feuchten Luft waren dabei die kleinen Wölkchen zu sehen, die entstehen, wenn der Tuft die Schallmauer durchbricht.

Angestrengt und hoch konzentriert gingen schon die Jüngsten ans Werk, und auch die Erwachsenen strengten sich mächtig an, um ja nicht aus dem Takt zu fallen. Die Preisrichter, streng abgeschirmt und nur ihrem Gehör vertrauend, machten sich eifrig Notizen, wie rhythmisch und uniform das Schnalzen der jeweiligen Mannschaft war.

Der Jubel kannte keine Grenzen

Das ungeduldige Warten der Schnalzer in der Turnhalle auf die Resultate wurde dann etwas erleichtert durch die Musik der Blaskapelle, das Essen und die Getränke, die die eifrigen Bedienungen der Trachtler servierten. Kurz nach 16 Uhr fingen dann der Vorstand der Trachtler, Hans Lex, und Adi Köberle jun., der Obmann der Schnalzer, an, die Platzierungen bekannt zu geben. Weil das in umgekehrter Reihenfolge – von den hinteren Plätzen zu den vorderen – erfolgte, nahm der Jubel der noch nicht Erwähnten kontinuierlich zu.

Bei den Resultaten gab es dann auch einige Überraschungen. Die in den vergangenen Jahren vom Erfolg verwöhnten Schönramer landeten diesmal auf dem vierten Platz, während die Passe Waging II das Rennen machte. Auf Platz zwei landete Kirchanschöring I, der dritte Platz ging an Kirchanschöring IV. Auch bei der Jugend war es, vielleicht etwas zur eigenen Überraschung, die Passe Grassach-Tittmoning I, die als Sieger hervorging. Auf den zweiten Platz schaffte es Waging I, Platz drei holte sich Kirchanschöring I. Beim Pasch, der heuer auch prämiert wurde, gingen die ersten drei Plätze an: 1. Laufen I, 2. Roth I, 3. Waging I.

Mit ihrem absoluten Höhepunkt, dem Rupertigau-Preisschnalzen, wird die diesjährige Schnalzersaison am Sonntag in Saaldorf zu Ende gehen. Der Wettbewerb, an dem rund 1900 Aperschnalzer aus dem Rupertiwinkel, dem Salzburger Flachgau und der Stadt Salzburg teilnehmen, beginnt um 11 Uhr. al