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Waginger Ruderverein freut sich über neues Vereinsgebäude

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Bei einer kleinen Feier,  vom  Vorsitzenden Holger Osterkamp als »Nicht-mehr-Richtfest-aber-noch-nicht-Einweihungsfest« betitelt, hatten Mitglieder und Gäste die Möglichkeit, das neue Gebäude zu begutachten. (Foto: Eder)

Waging am See – Der Ruderverein Waging hat sein erstes Etappenziel erreicht: Das neue hölzerne Vereinsgebäude mit einer Nutzfläche von gut 300 Quadratmetern ist unter Dach und Fach, die Räume können bereits genutzt werden. Allerdings fehlt noch der technische Innenausbau – vor allem die Sanitärbereiche und die Heizung. 250 000 Euro sind bereits verbaut, wie Vorsitzender Holger Osterkamp bei einer Führung durch das neue Gebäude informierte. Der zweite Bauabschnitt werde seiner Einschätzung zufolge in zwei bis drei Jahren folgen, sobald wieder Geld in der Kasse ist; benötigt werden noch etwa 40 000 bis 50 000 Euro.


Seit April wurde jedes Wochenende gearbeitet

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Bei einer kleinen Feier dankte Osterkamp den Mitgliedern nicht nur für das reichhaltige Buffet, sondern vor allem auch für knapp 1500 freiwillige Arbeitsstunden, durch die sich der Verein um die 40 000 Euro gespart hat. Vor allem bei den Holzwänden und -fußböden war viel Eigenleistung nötig, und die Mitglieder haben sich rege beteiligt. Seit April sei beinahe an jedem Wochenende gearbeitet worden, und 15 bis 20 Helfer seien jedes Mal bereitgestanden.

Dabei waren die Bauarbeiten gekennzeichnet von massiven Vorarbeiten wegen des weichen Bodens auf dem Grundstück direkt am See, das der Verein von der Gemeinde gepachtet hat. Um das Gebäude auf feste Beine zu stellen, mussten 26 zwischen 14 und vier Meter lange Gusseisenrohre in den Boden gerammt werden, die danach mit Beton ausgefüllt wurden. Darauf wurde dann der Holzrost gesetzt, auf dem das Gebäude steht. So mussten bereits 100 000 Euro ausgegeben werden, ehe man überhaupt etwas von der neuen Unterkunft des Rudervereins sah. Inzwischen sind um die 250 000 Euro ausgegeben, was praktisch eine Punktlandung gegenüber der Kostenschätzung ist, wie Osterkamp stolz verkünden konnte. Die Finanzierung erfolgte über einen BLSV-Kredit von knapp 50 000 Euro, einen Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 26 000 Euro, einen Bankkredit über 75 000 Euro mit einer Laufzeit von 25 Jahren; der Rest sei aus angesparten Geldern und Spenden finanziert worden.

Das Gebäude besteht neben den Sanitär-, Sozial- und Umkleidebereichen im Wesentlichen aus zwei großen Räumen: dem 90 Quadratmeter großen Gymnastik-, Kraft- beziehungsweise Mehrzweckraum und einer 134 Quadratmeter großen Halle, in der der Großteil der Boote des Vereins untergebracht werden soll. Während der Gymnastikraum gut isoliert ist, wurde der andere Raum mit einer Holzkonstruktion ohne Isolierung erstellt.

Osterkamp freute sich in seinem kurzen Rückblick auf die Bauzeit, die im November vergangenen Jahres mit der Rodung und Vorbereitung des Geländes begonnen hat, über den raschen Baufortschritt: »Das ging viel schneller als erträumt.« Noch im Dezember waren der Bodenaushub und die Aufschüttung eines 60 bis 120 Zentimeter messenden Kieskoffers mit Gitterbewehrung erfolgt, damit sich darauf überhaupt die Maschinen bewegen konnten, ohne im Boden zu versinken. Zu Jahresbeginn wurden bereits die Pfähle gesetzt. Darauf folgte der hölzerne Bodenrost, die Zimmererarbeiten erstreckten sich bis März, im April kam der Spengler, und dann begann auch bereits die Eigenleistung der Mitglieder. Inzwischen wurden auch die Fenster gesetzt und eine Terrasse vor das Gebäude erbaut.

Auch im alten Bootshaus stehen Arbeiten an

Mit dem neuen Gebäude hat sich zusammen mit dem bisherigen Bootshaus die Fläche, die für die vielen Boote des Vereins zur Verfügung steht, verdoppelt. Auch im alten Bootshaus stehen noch Arbeiten an: Vor allem soll der kürzere Teil des Gebäudes verlängert werden, damit endlich eine ausreichend große Bootswerkstatt zur Verfügung steht. he

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