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Waginger Grüne bleiben unter bewährter Führung

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Dem Vorstand der Waginger Grünen gehören an: Inge Kämpfl (von links), Peter Beisser, Hannes Obermayer und Steffi Schmeiduch. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Bei der Jahreshauptversammlung der Waginger Grünen im Gasthaus Kupferkessel ist die Vorsitzende Inge Kämpfl in ihrem Amt bestätigt worden. Auch die Stellvertretende Vorsitzende Steffi Schmeiduch und Schriftführer Peter Beisser bleiben im Amt. Neu gewählt wurde Kassier Hannes Obermayer.


Seenreinhaltung: Maßnahmen zu lasch

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In ihrem Rückblick zählte die Vorsitzende eine ganze Reihe von Terminen auf. Sie ging auf den erfolgreichen Volkstanzabend mit den Well-Buam in Weibhausen ein. Möglicherweise solle dies nächstes Jahr wiederholt werden, gab sie bekannt. Schon zum vierten Mal haben Inge Kämpfl und Hedwig Witzleben ein Ferienprogramm organisiert. Grünen-Landtagsabgeordneter Thomas Mütze lieferte bei seinem Vortrag interessante Daten zum geografischen Wandel vor Ort und sehr gut kam auch die Podiumsdiskussion zum Thema »Gesunde Lebensmittel« an.

Vertreter der Waginger Grünen waren bei einem Treffen des Aktionsbündnisses »Saalforsten« in Sachen Skischaukel Heutal und auch bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Güterterminal. Es gab auch eine Gedenkstunde am Todestag von Sepp Daxenberger.

Für dieses Jahr ist eine Veranstaltung mit den »Wellbappn« geplant. Diese findet am Samstag, 4. Mai, um 20 Uhr in Kammer statt. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Uwe Kekeritz wird am 21. Juni in Waging über das Thema »Faire Gemeinde« referieren.

In der Diskussion waren die Salzachbrücke, der Straßenbau, das Güterterminal, das umstrittene Projekt »Aventura« und die Seenreinhaltung die Themen. Ulli Kühn sprach sich dafür aus, zum Thema Seenreinhaltung eine Petition anzuleiern. Denn die bisherigen Maßnahmen seitens des Landwirtschaftsministeriums seien schlichtweg zu lasch, das zur Verfügung gestellte Geld sei viel zu wenig.

Seiner Meinung nach gebe es für den See nur eine echte Lösung zur Verbesserung der Situation: Die Bauern in der Region müssten deutlich extensiver, am besten biologisch wirtschaften und das müsse vonseiten des Ministeriums mit ausreichend Geld unterstützt werden. Die bisherigen Vorschläge und Maßnahmen brächten keine wirkliche Verbesserung. »Man lässt uns hier einfach nur rumwurschteln«, ärgerte er sich.

Unbedingt weiter organisiert werden müsse der Widerstand gegen die Salzachbrücke, hieß es. Zweiter Bürgermeister Hans Kern ist sich sicher, dass die Brücke deutlich mehr Verkehr und Lärm auch für Waging bringen würde. In dem Zusammenhang kritisierte er auch den jetzt beginnenden Bau der Umfahrung von Weibhausen. »Man sollte«, sagte er, »lieber die Straßen, die man hat, instand halten und das Geld besser in den Lärmschutz stecken. Ein Umdenken in der Verkehrspolitik gehört her.«

Ulli Kühn vermisste eine ordentliche Prioritätenliste: »Da wo es möglich ist, wo ein Bauer seinen Grund hergibt, wird gebaut wie verrückt. Da wo nichts geht, geht halt nichts, auch wenn es viel notwendiger wäre.«

Ähnlich sieht man die Situation beim Güterterminal. Auch hier werde, so Kühn, nur gebaut, weil es bis zu 80 Prozent Förderung gebe, nicht weil es wirklich gebraucht werde. Eine völlige Fehlentwicklung, so Hans Kern, wäre eine Verwirklichung des »Aventura«-Projekts in Neukirchen: »Das ist Wahnsinn. Da regt sich die Geschäftswelt zu Recht darüber auf.« he