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Waginger Alpinisten setzen sich für Kletterwand im Ort ein

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Waging am See. Auf der Jahreshauptversammlung der Waginger Ortsgruppe des Deutschen Alpenvereins informierte Vorsitzender Michael Frumm-Mayer, dass sich die Vorstandschaft für den Bau einer Kletterwand einsetze, die im Zuge des geplanten Turnhallen-Neubaus am Mühlberger Weg entstehen soll. »Es würde uns sehr freuen, wenn der Gemeinderat einen Weg finden würde, unserem Vorschlag zu entsprechen.«


Sinnvolle Investition in die Zukunft

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Dadurch könnte die Ortsgruppe den Kindern und Jugendlichen eine wohnortnahe Kletterausbildung anbieten. Denn bei den regelmäßig angebotenen Kursen sei es immer wieder schwierig, den Transport zu den verschiedenen Kletterwänden zu organisieren. »Aufgrund der großen Nachfrage nach Kletterkursen gehen wir von einer dauerhaften Nutzung einer örtlichen Kletterwand aus.« Zudem steigere diese die Attraktivität des Angebots für Kinder und Jugendliche und sei daher eine sinnvolle Investition in die Zukunft.

Damit jede Traumtour auch eine solche wird, hat sich die Ortsgruppe innerhalb der Sektion aktiv am Erstellen eines Sicherheitskonzepts beteiligt, das als Grundlage bei der sorgfältigen Tourenplanung herangezogen wird. Frumm-Mayer bedankte sich bei allen, die sich hier eingebracht haben, besonders bei Alois Herzig, der den Stein dazu angestoßen habe, und beim Ausbildungsreferenten Sepp Rehrl. Diese haben sich gemeinsam mit den Sektionsvorständen in einem Seminar des DAV-Hauptvereins mit den sicherheitsrelevanten und rechtlichen Aspekten beim Tourenplanen beschäftigt.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse flossen in das neue Konzept ein, durch das Fehler beim Aufstellen und beim Durchführen von Touren vermieden werden sollen, auch um Vorwürfe und eventuelle Regressforderungen gegen die Vorstandschaft auszuschließen. Aufgrund des Sicherheitskonzepts sei nun die Qualifikation aller Tourenleiter überprüft worden, die jetzt nur noch Touren führen dürften, für die von der Vorstandschaft zusammen mit einer Arbeitsgruppe die entsprechende Qualifikation festgestellt worden sei. »Für die Touren gelten nunmehr je nach Art und Schwierigkeit bestimmte Teilnehmer- Obergrenzen.« Falls es mehr Interessierte gebe, müssten die Tourenleiter eigenverantwortlich zusätzliche Tourenleiter organisieren.

Diese Regelung gelte für alle Führungstouren. Anders verhalte es sich bei den sogenannten Gemeinschaftstouren, auf denen es keinen Leiter gebe, sondern nur einen Organisator. Entscheidungen bezüglich der Tour treffe man gemeinsam, jeder Teilnehmer handle in Eigenverantwortung.

Zeugwart Alois Herzig teilte mit, eine Nachfrage beim DAV-Hauptverein in München habe ergeben, dass der örtliche Verein beim Verleih von Bergausrüstung nur für deren einwandfreien Zustand verantwortlich sei. Für das ordnungsgemäße Benutzen und Anwenden trage der Ausleiher die Verantwortung. Im Übrigen bekräftigte Herzig, dass in der Ortsgruppe im Gegensatz zu vielen Sektionen das Ausleihen von Geräten bis zu einer Woche kostenlos ist. »Wir verlangen erst ab der 2. Woche eine Leihgebühr.« Die gefragtesten Teile seien im letzten Jahr Schneeschuhe gewesen.

Bürgermeister Herbert Häusl würdigte die Arbeit des Vereinsvorstandes, der einen der größten Ortsvereine in Waging ausgezeichnet führe. Häusl betonte, der Beschluss, eine neue Turnhalle zu bauen, sei zwar schon gefallen, allerdings stehe der Baubeginn noch nicht fest. Daher könne er keine Versprechungen bezüglich einer Kletterwand abgeben. »Für die Vereinsarbeit mit Kindern und Jugendlichen wäre die Kletterwand aber wohl sehr sinnvoll.«

Lorenz Mayer zeigte Bildervortrag

Im Laufe der Jahreshauptversammlung berichtete Kassierin Christine Thaller über die Einnahmen und Ausgaben des Vorjahres. Doris Riesemann und Andreas Fuchs bestätigten eine ordentliche Kassenführung und empfahlen die Entlastung des Vorstands.

Sektionsvorstand Franz Waldhutter aus Teisendorf ging in seinem Grußwort auf die enorm steigende Zahl der Mitglieder ein. »Diese Entwicklung ist das Ergebnis einer herausragenden Arbeit.« So werde die Sektion in Kürze ihr 2500stes Mitglied begrüßen können. Ein abschließendes Dankeschön gab es von Frumm-Mayer. Er hob jene Mitglieder des Ortsvereins hervor, die besondere Aufgaben erfüllen. Zu ihnen zählen unter anderem Sepp Rehrl, der sich auch um die Organisation des Ferienprogramms kümmert, und Lorenz Mayer, der unter anderem Touren plant und den Bildervortrag erstellt, der den krönenden Abschluss der Jahreshauptversammlung bildete.

Anhand zahlreicher und beeindruckender Bilder ließ Mayer das vergangene Bergjahr noch einmal Revue passieren. Das Spektrum reichte von beschaulichen Wanderungen in den heimatlichen Bergen bis zu anspruchsvollen Hochtouren und atemberaubenden Klettersteigen. ca