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Waging hat erstmals eine Bürgermeisterin

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Die vier neuen Waginger Gemeinderäte wurden von Bürgermeister Herbert Häusl vereidigt. Unser Bild zeigt von links: Felix Daxenberger, Ulli Heigermoser, Bürgermeister Häusl, Lydia Wembacher und Konrad Heigermoser. (Foto: Hans Eder)

Waging am See. In der Gemeinde Waging gibt es erstmals eine Bürgermeisterin: Bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurde Hedwig Witzleben von den Grünen zur Dritten Bürgermeisterin gewählt. Der bisherige Dritte Bürgermeister, Christian Reiter (CSU), wurde zum Zweiten Bürgermeister gewählt. ferner wurden die neuen Gemeinderäte vereidigt: Ulli Heigermoser von den Freien Wählern, die mit acht Mitgliedern die stärkste Fraktion stellen, Lydia Wembacher von der CSU (fünf Gemeinderäte), Felix Daxenberger von den Grünen (vier Fraktionsmitglieder) und Konrad Heigermoser von der ÖDP (drei Sitze).


Christian Reiter war einziger Vorschlag für den Posten des Zweiten Bürgermeisters und erhielt 17 der 20 Stimmen. Zwei Stimmen waren auf Georg Huber, den Bürgermeisterkandidaten der ÖDP, entfallen, eine war ungültig. Hedwig Witzleben – ebenfalls als einzige Kandidatin – erhielt 19 Stimmen; wieder war eine ungültig. Reiter brauchte als bisheriger Bürgermeister-Stellvertreter nicht mehr vereidigt werden, Witzleben sprach den obligaten Eid.

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Elf Referenten bestimmt

Weiter wurden elf Referenten – statt bisher zwölf – bestimmt: Tourismus: Andreas Barmbichler, Gewerbe: Lydia Wembacher, Sport und Vereine: Georg Seehuber, Schulen und Kindergarten: Martina Bogner, Straßen, Wald und Gewässer: Hias Schneider, Hilfsorganisationen: Willi Reiter, Soziales: Christian Reiter, Umwelt und Naturschutz: Hannes Obermayer, Kultur: Hedwig Witzleben, Agenda 21: Georg Huber, Jugend: Konrad Heigermoser. Ein Seen-Referat, das bei den Vorbesprechungen andiskutiert worden war, wird es nicht geben; dieses Thema bleibt, wie Bürgermeister Herbert Häusl betonte, »Chefsache«; die CSU zog ihren dahingehenden Antrag zurück.

Das Sitzungsgeld wird etwas erhöht. Für Gemeinderatssitzungen wird es künftig 30 statt bisher 25 Euro geben, für Ausschusssitzungen, die zumindest bisher immer am Nachmittag stattfanden, gibt es auch weiterhin 40 Euro. Für die Teilnahme an Arbeitskreisen sollen 30 Euro gezahlt werden. Referenten bekommen wie bisher keine Entschädigung; über dieses Thema soll aber noch gesprochen werden. Ebenso wie auch über die Sitzungszeiten: Immer wieder waren die arbeitnehmerunfreundlichen Sitzungen am Nachmittag kritisiert worden. Hier wird es möglicherweise eine neue Regelung geben, wobei aber, wie Bürgermeister Häusl betonte, auf die Bauern in den jeweiligen Ausschüssen Rücksicht genommen werden soll.

In die Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Waging – konstituierende Sitzung wird am 27. Mai sein – schickt die Gemeinde Waging ihren Bürgermeister Herbert Häusl sowie Georg Seehuber, Hias Schneider, Martin Dandl, Christian Reiter, Andreas Barmbichler, Hedwig Witzleben und Georg Huber. Im Schulverband Otting-Wonneberg ist zunächst nur der Bürgermeister vertreten, weil die Schülerzahl aus Waging unter 50 liegt; allerdings möchte die Gemeinde Waging gern zusätzlich einen Vertreter aus Otting in das Gremium entsenden. Das wäre Hias Baderhuber, dafür würde Waging auch dem neuen Wonneberger Bürgermeister Martin Fenninger den Vorsitz im Gremium überlassen.

Im Kassenzweckverband des Wasserwirtschaftsamts, zuständig für den Ausbau der »Gewässer dritter Ordnung«, also der kleinen Bäche, ist nur Bürgermeister Häusl vertreten, ebenso wie im Zweckverband der Surgruppe. In den weiteren Wasser-Zweckverbänden wird Waging von Hannes Obermayer und Hans-Peter Knesovic (hier dürfen auch Nicht-Gemeinderäte berufen werden) in der Achengruppe vertreten, in der Otting-Pallinger-Gruppe von Martin Dandl und Hias Baderhuber.

Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg

Abschließend meinte Bürgermeister Häusl, er freue sich auf eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeinderat über Parteigrenzen hinweg. Alle sollten offen aufeinander zugehen: »Dann passt das schon.« Und wenn jemandem etwas nicht passt, solle er gleich Bescheid sagen. Die Gemeinderäte könnten in alle Unterlagen Einsicht nehmen: »Es gibt keine Geheimnisse!« Der Wahlkampf, so stellte Häusl fest, habe, wenn man ihn überhaupt als solchen bezeichnen wolle, die Parteien in Waging »nicht groß auseinander-, sondern eher zusammengeführt«, und es sei zu hoffen, dass dies die nächsten Jahre so bleibe. he