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Wärmebildkamera für den Rettungseinsatz

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Um auch nachts mittels Drohne nach vermissten Wanderern suchen zu können, will die Bergwacht eine Wärmebildkamera anschaffen, ist dafür aber auf Spenden angewiesen.

In den Chiemgauer Bergen wird ein Wanderer vermisst. Die Bergwacht rückt aus, um die vermutlich verletzte Person so schnell wie möglich zu finden. Unterstützt wird die Suchmannschaft von einer Flugdrohne des Technikteams der Bergwacht Chiemgau, die schwer zugängliche Bereiche im alpinen Gelände nach der vermissten Person absucht. Als es dunkel wird, muss die Suche abgebrochen werden.


Um Fälle wie den oben geschilderten künftig zu vermeiden, hat die Bergwacht im Chiemgau einen großen Wunsch: eine professionelle Wärmebildkamera, die am Multikopter befestigt wird und auch bei Dunkelheit vermisste Personen auffinden kann. Allerdings kostet diese Kamera stolze 12 000 Euro – Geld, das nun über eine spezielle Spendenaktion zusammen mit der Volksbank-Raiffeisenbank gesammelt werden soll.

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Gerät ist häufig nicht verfügbar

Bislang muss für besondere Einsätze eine Wärmebildkamera aus München angefordert werden. Zuletzt war das bei dem vermissten Jäger Anfang des Monats in Ruhpolding der Fall. Das dauere jedoch seine Zeit; häufig sei das Gerät auch gar nicht verfügbar, schildert Stefan Eisenreich das Dilemma.

Der Traunsteiner ist einer der Aktiven der 2013 gegründeten Technikgruppe der Bergwacht-Region Chiemgau. Mit ihrer technischen Spezialausrüstung und dem entsprechenden Fachwissen unterstützt die Gruppe alle 15 Bergrettungswachen zwischen Geigelstein und Königssee. Der »Technikbus Chiemgau« ist – strategisch günstig – bei Siegsdorf in Autobahnnähe stationiert. Die Technikgruppe hilft nicht nur bei Vermisstensuchen.

Technikgruppe hilft bei Großeinsätzen

Sie wird auch bei großen Einsätzen dazugerufen, um die Kommunikation zwischen den verschiedenen Organisationen zu koordinieren oder die Lage übersichtlich darzustellen, zum Beispiel bei dem Einsatz in der »Riesending-Höhle« am Untersberg oder der Hochwasserkatastrophe in Simbach am Inn.

Mit einer Wärmebildkamera für den Multikopter sollen Sucheinsätze nach Menschen in Not künftig auch nachts effizienter werden. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Homepage der Volksbank-Raiffeisenbank Oberbayern Südost. Spendenkonto: IBAN DE17 7109 0000 0030 0191 94, Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG, Stichwort Wärmebildkamera. Die »Crowdfunding-Aktion« wird von der VR-Bank mit 25 Prozent bezuschusst. ka

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