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Wäldchen wird innerstädtische Parkanlage

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Heuer soll der Baumbestand an der Ecke Münchner Straße/Salzburger Straße gerodet werden und die Forstfläche entlang in eine innerstädtische Parkanlage verwandelt werden. Darauf hat sich der Hauptausschuss geeinigt. Für die Maßnahme sollen 98 000 Euro im Nachtragshaushalt veranschlagt werden. (Foto: Gabi Rasch)

Traunreut – Der trocken-warme Sommer 2015 war für den Borkenkäfer in dem kleinen Wäldchen im nordöstlichen Wohngebiet von Traunreut im wahrsten Sinne ein gefundenes Fressen. Die meisten Bäume sind befallen und stellen insofern auch eine Gefahr dar. Heuer sollen der Baumbestand gerodet und die Fläche durch Neupflanzungen in eine innerstädtische Parkanlage umgewandelt werden. Das Thema Parkanlage, über das seit rund fünf Jahren diskutiert wird, war zuletzt vom Hauptausschuss in seiner Oktober-Sitzung zurückgestellt worden. Es sollte noch einmal mit den Anliegern der dahinterliegenden Burghauser Straße gesprochen werden.


Bei einer erneuten Anliegerbesprechung mit Vertretern des Bauausschusses im Januar einigte man sich darauf, die Forstfläche in eine innerstädtische Parkanlage umzuwandeln. An der Ecke Münchner Straße/Salzburger Straße soll ein Halbkreis aus Naturstein als Sitzmöglichkeit mit einer Gestaltung, etwa durch eine Skulptur, erfolgen. Auf Wunsch der Anlieger sollten die neuen Grünflächen nicht als Wiese, sondern als Rasen angelegt werden. Entgegen ersten Gesprächen soll der Wanderweg auch nicht gänzlich mit Platten ausgeführt werden. Hier ist lediglich eine Anpflasterung im Bereich der Münchner Straße vorgesehen. Ein angedachter Bankplatz in der Mitte der Anlage soll ebenfalls nicht realisiert werden. Dadurch verringert sich auch der ursprüngliche Haushaltsansatz um 21 000 auf 98 000 Euro.

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Das Ergebnis der Besprechung wurde jetzt dem Hauptausschuss vorgestellt und von diesem einstimmig befürwortet. Der Betrag soll im Nachtragshaushalt 2016 veranschlagt, aber auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden. Das Anliegen von Stadtgärtnermeister Robert Kratzer, die Umgestaltung voranzutreiben, wurde grundsätzlich befürwortet. »Es wird Zeit, dass wir loslegen und nicht warten, bis die Bäume von selber umfallen«, sagte Ernst Ziegler (SPD). Auch Johannes Danner (Bürgerliste) und Matthias Baueregger (FW) meinten, man solle das Vorhaben nicht mehr länger rausziehen. »Wir sollten hier Geld in die Hand nehmen und was Vernünftiges schaffen«, so Baueregger. Nach Angaben des Stadtgärtnermeisters dürfen die Baumfällungen nach dem Naturschutzgesetz erst ab Ende September Anfang Oktober vorgenommen werden. Insofern wäre der Spätherbst auch für die Neupflanzungen ideal. Rund 50 Bäume mit einem Stammumfang von etwa 25 Zentimeter und etwa 500 immergrüne Sträucher sollen neu gepflanzt werden.

Auf eine entsprechende Anfrage von Christian Gerer (CSU) hieß es, die Anlieger werden an den Kosten nicht beteiligt. Dr. Michael Elsen (CSU) regte jedoch an, dass die Anlieger zum Beispiel das Rasenmähen übernehmen könnten, zumal auf ihren Wunsch hin keine Wiese, sondern ein Rasen angelegt werden soll, was wiederum zu laufenden Unterhaltskosten führe. Zur Höhe der Unterhaltskosten konnte Kratzer keine Rechnung aufmachen. Fakt sei aber, dass der Rasen wie alle übrigen städtischen Flächen regelmäßig gemäht werden müsse, sagte er. Was die Pflege der Anlage betreffe, vertraue er darauf, dass die Anlieger Fremdstoffe, wie achtlos entsorgte Hundekot-Tüten, aufheben und ordnungsgemäß entsorgen. ga