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Vorstandschaft macht kommissarisch weiter

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Die Krieger- und Soldatenkameradschaft Waging ehrte Mitglieder für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit (von links): Vorstand Nick Frank, die Jubilare Anton Mader, Andreas Kraller, Helmut Huber, Gottfried Heilmeier und Robert Obermeier sowie Bürgermeister Herbert Häusl. (Foto: Buthke)

Waging am See. Eigentlich wollte der Vorstand der Krieger- und Soldatenkameradschaft Waging, Nick Frank, bei des Jahreshauptversammlung im Hotel-Gasthof Wölkhammer nach 18 Jahren als Vorsitzender, sieben Jahren als Zweiter Vorsitzender und 14 Jahren als Fähnrich aufhören und einem jüngeren Nachfolger Platz machen. Da Bürgermeister Herbert Häusl als Wahlleiter einen solchen nicht finden konnte, erklärten sich Frank und die übrigen Vorstandsmitglieder bereit, noch ein Jahr kommissarisch dranzuhängen. Dann müsse es aber zu Neuwahlen kommen, so Häusl.


Frank bat um Verständnis, dass er nach so vielen Jahren aus Altersgründen aufhören wolle. »Ich habe es lange genug gemacht. Es kann nicht sein, dass man im Ehrenamt nicht mehr aufhören kann«, monierte er.

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Der Vorstand nahm einige Ehrungen wegen 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft vor. Mit Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet wurden Gottfried Heilmeier, Helmut Huber, Andreas Kraller, Anton Mader und Robert Obermeier.

Schriftführer Hans Kreuzeder berichtete über ein ereignisreiches Vereinsjahr, so zum Beispiel über die Heimkehrer- Dank- und Friedenswallfahrt auf dem Mühlberg, die Gründungsfeste des TSV Waging sowie der Krieger- und Soldatenkameradschaften Freutsmoos, Saaldorf und Laufen, das Vereinsminigolfturnier im Kurpark, die Gedenkfeier für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus auf der Kampenwand sowie den Jahrtag der Krieger- und Soldatenkameradschaft Otting. Der Kameradschaft gehören aktuell 225 Mitglieder an.

Bürgermeister Häusl stellte in seinem Grußwort fest: »Es ist nicht selbstverständlich, dass Krieger- und Soldatenkameradschaften erhalten bleiben.« Die Marktgemeinde Waging könne sich deshalb glücklich schätzen, mit Waging, Otting und Tettenhausen noch drei Kameradschaften zu haben. Zu ihren Aufgaben zählten die Pflege der Kameradschaft, der Erhalt des Andenkens an die Gefallenen und die Reservistenbetreuung. Häusl war sich jedoch auch im Klaren: »Es ist nicht einfach, dass die Krieger- und Soldatenkameradschaften erhalten bleiben.«

Häusl: Kriege haben noch nie Probleme lösen können

Zu ihren wesentlichen Aufgaben zähle ebenfalls, für den Frieden in der Welt einzutreten. Jedoch werde die Zahl der Kriegsteilnehmer, die über die Gräuel des Krieges berichten könnten, weniger. Leider hätten andere Länder nicht begriffen, dass die Zeit der Kriege vorbei sei, weil Kriege noch nie Probleme gelöst hätten. Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass nicht wieder Tausende deutscher Soldaten bei Problemen eingesetzt würden, die so nicht gelöst werden könnten. Bjr