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Vorstand der Grassauer SPD im Amt bestätigt

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Grassau. Im vergangenen Jahr war die Arbeit des SPD-Ortsvereins bestimmt von vielen Veranstaltungen zur Vorbereitung der Wahlen, sagte der Vorsitzende Dieter Hahn bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof zur Post.


Neben der Wanderung zur Staffenalm mit der Bundestagsabgeordneten Bärbel Kofler berichtete der finanzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lothar Binding, über die Ursachen der Finanzkrise. Im April organisierte die SPD ein Schafkopfturnier im Gedenken an das verstorbene Vorstandsmitglied Walter Rackl. Bei der Veranstaltung »150 Jahre SPD in Deutschland – 100 Jahre Sozis im Achental« blickte die Grassauer SPD auf ihre Geschichte zurück und stellte die von Olaf Gruß zusammengestellte Chronik vor. Daneben informierte der Ortsverein über die Aufgaben in der Gemeinde. Der kommunalpolitische Aschermittwoch konnte allerdings nicht in Mietenkam stattfinden, sondern musste im Sportlerheim abgehalten werden.

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Bei der Wahl des Vorstands gab es keine großen Veränderungen. Ohne Gegenstimme wurde Dieter Hahn als Vorsitzender wieder gewählt. Ihm zur Seite stehen Rudi Jantke und Xaver Schreiner als Stellvertreter. Schriftführerin wurde erneut Edith Klein-Nöldner, Kassiererin Sabine Jantke. Weiterhin für die Pressearbeit ist Olaf Gruß zuständig. Neu gewählt wurde Toni Lösch, zuständig für die SPD-Ortsvereinszeitung »Links der Ache« und als weitere Beisitzer Gisela Ullrich und Hans Grabmüller. Revisoren sind Petra Bämayr und Folker Schindlmayr.

Im Anschluss ehrte Hahn für 25 Jahre Mitgliedschaft Jutta Mrotzek und Christa Wimmer sowie für 40 Jahre Mitgliedschaft in der SPD Olaf Gruß. Gruß ist neben verschiedenen anderen Posten mehr als 33 Jahre Pressereferent.

Sicherung des BRK-Standorts Grassau durch einen Neubau

In seinem Bericht aus dem Marktgemeinderat stellte der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Hornberger zwei Bauvorhaben heraus. Besonders wichtig für das ganze Achental sei der Neubau des BRK-Gebäudes. Anfangs habe der Gemeinderat nur an eine Sanierung und einen Neubau der Garagen gedacht. Das Raumprogramm habe aber gezeigt, dass ein Neubau der sinnvollere Weg sei. Zudem sollte in Grassau auch eine Notarztzentrale eingerichtet werden.

Neubau ist notwendig, um die Versorgung zu gewährleisten

In dem Gebäude werden auch Räume für die Kinderbetreuung untergebracht. Durch eine Verschiebung des Gebäudes unter Einbeziehung des Hauses der Pfadfinder könne zudem der Spielplatz deutlich erweitert werden. Zudem sei eine langfristige Lösung für die Pfadfinder anzustreben. Auch wenn keinerlei Zuschüsse zu erwarten sind, bleibe der Neubau unabdingbar, um die medizinische Versorgung zu gewährleisten. Ein Teil der Finanzierung werde durch Mieteinnahmen ausgeglichen.

Ein weiteres Bauvorhaben sei das 40 Jahre alte Sportlerheim. Ob hier eine Sanierung oder ein Neubau die bessere Lösung sei, werde die bauliche Untersuchung zeigen, so Hornberger.

Nach langwierigen Verhandlungen sei es gelungen, die Grundlagen für eine sinnvolle Ortskernsanierung zu schaffen, berichtete Bürgermeister Rudi Jantke. Nachdem der Ersatzbau für den Gasthof bereits stehe, habe jetzt die Verlegung der Straße begonnen. Dabei werde bis zum Frühjahr mehr Platz um die Kirche geschaffen. Bereits jetzt könne man den künftigen Dorfplatz zwischen Kirche und Neubau erahnen. Er hoffe auch durch einen Dorfladen mit Café auf mehr Leben in der Mitte von Mietenkam. Durch eine Pflasterung mit optischer Verengung der Straße werde hoffentlich auch der Verkehr gebremst.

Schon 60 Anmeldungen für die Ganztagsschule

Durch den Anbau an die Schule wurde die Ganztagsschule sinnvoll ergänzt, so Jantke. Dass die Ganztagsschule den Bedürfnissen am Ort entspreche, zeigten die bislang 60 Anmeldungen. Am Sportplatz sei jetzt auch der neue Kunstrasenplatz mit Beleuchtung fertig. Er ermögliche einen ungestörten Trainingsbetrieb auch bei sonst ungünstigen Platzverhältnissen.

Mit der gemeinsamen Pelletheizung in Kindergarten und dem ehemaligen Arzthaus in Rottau setze die Gemeinde nicht nur die Vorschläge aus der energetischen Untersuchung um, sondern trage auch deutlich zur Minderung der Schadstoffbelastung bei. Zudem hoffe man, dass sich die Heizung auch bei den Heizkosten bald bezahlt mache.

Besonders erfreut sei er über die Beteiligung der Bevölkerung in Rottau und in Mietenkam bei der Bürgerbefragung gewesen, so Jantke. Dies zeige, dass die Bevölkerung auch in Zukunft stärker in die gemeindlichen Meinungsbildungsprozesse einbezogen werden wolle.

Die Ergebnisse der Wahlen entsprachen laut Hahn nicht den Erwartungen, aber gerade deshalb werde man sich intensiv auf die Kommunalwahlen im März und die Europawahlen im Mai vorbereiten. Sehr erfreut zeigte er sich, dass Jantke wieder als Bürgermeister kandidiere und damit seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen wolle.

Abschließend betonte Hahn, dass in Grassau bewiesen werde, dass auch in Oberbayern erfolgreiche SPD-Politik betrieben werden könne durch den gemeinsamen tatkräftigen Einsatz aller Mitglieder für ihre Mitbürger über viele Jahre. og