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Vorfreude auf Neubau bei der BRK-Bereitschaft

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Grassau. Der geplante Neubau des Rotkreuzhauses an der Staffenstraße in Grassau war das bestimmende Thema auf der Jahreshauptversammlung der BRK-Bereitschaft Achental. Bereits in den kommenden Monaten soll mit dem Bau begonnen werden. Außerdem wurden bei der Versammlung treue Mitglieder geehrt und zwei neue Mitglieder begrüßt.


Es war eine besondere Jahreshauptversammlung – die letzte im altgedienten Rotkreuzgebäude an der Staffenstraße. Schon in den nächsten Monaten soll der alte Bau abgerissen werden und nach jahrelanger Planung ein neues, bedarfsgerechtes Gebäude für Rettungsdienst und BRK-Bereitschaft errichtet werden. Eine der letzten Hürden nahm das Vorhaben mit dem positiven Beschluss im Bauausschuss des Marktes Grassau, der gleichzeitig auch Bauherr des Gebäudes sein wird. Diesbezüglich würdigte Grassaus 2. Bürgermeister Josef Griessenböck die Bedeutung des Rotkreuzstandortes für den Ort.

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Im Rückblick von Bereitschaftsleiter Martin Kirchleitner und seinem Stellvertreter Jürgen Noichl wurde deutlich, wie viel die Mitglieder der Bereitschaft in Grassau 2013 wieder zu tun hatten: Es wurden 2300 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet. Dazu zählen Ausbildungsabende, Unterstützung bei den BRK-Blutspendeterminen im Achental, zahlreiche Sanitätsdienste und Einsätze sowie im letzten Jahr eine große Zahl an Arbeitsstunden für die Innenrenovierung der Katastrophenschutzgarage am Birkenweg. Hinzukommen die Einsätze, die mit der Unterstützungsgruppe Rettungsdienst – also dem Hintergrundrettungswagen – in Grassau geleistet wurden. Auf knapp 80 Einsätze brachte es der Hintergrund-Rettungswagen, der nachts zum Einsatz kommt, wenn der reguläre Grassauer Rettungswagen bereits beschäftigt ist.

Für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) hieß es 2013 viermal »Alarm für die SEG Transport Achental«. Das waren Einsätze bei zwei Bränden, Unterstützung für den Rettungsdienst während des Chiemsee-Reggae-Festivals und der Großeinsatz während des Hochwassers. Es wurde sogar ein Team nach Niederbayern zur Unterstützung der dortigen Kräfte entsandt.

Einen großen Beitrag zum »Stundenkonto« der Bereitschaft erbrachten wieder die Sanitätsdienste bei Veranstaltungen wie der Trachtenwallfahrt in Raiten, dem Grassauer Triathlon, dem Dorfjubiläum in Marquartstein und der Primiz von Simon Tyrolt. Insgesamt 39 Mal musste Erste Hilfe geleistet werden – vom Pflaster bis zum lebensbedrohlichen allergischen Schock. Auch überörtlich waren die Mitglieder der Bereitschaft Achental aktiv, beispielsweise beim Biathlon in Ruhpolding.

Damit im Ernstfall auch alles reibungslos funktioniert, trafen sich die Grassauer regelmäßig zu Ausbildungsabenden und übten zusammen mit den benachbarten Rotkreuzbereitschaften, der Bergwacht und den Freiwilligen Feuerwehren. Bei diesen vielen Pflichten genehmigte sich die Bereitschaft zur Abwechslung auch einmal etwas Urlaub und erforschte auf einem Ausflug die Ursprünge des Roten Kreuzes im italienischen Solferino.

Kreisbereitschaftsleiter Jakob Goess aus Traunstein lobte den hohen Ausbildungsstand der Grassauer Rotkreuz-Bereitschaft. Ein Anliegen des Kreisbereitschaftsleiters ist die Gewinnung von Nachwuchs. Umso erfreulicher war die Verpflichtung zweier neuer Mitglieder während der Versammlung. Jessica Link und Ute Haag wurden feierlich auf die Rotkreuzgrundsätze vereidigt. Ehrungen für langjährige Dienste beim Roten Kreuz erhielten Barbara Sichler (fünf Jahre), Maria Fritz und Herbert Garnreiter (15 Jahre), Dr. Felix Jahn und Ludwig Sailer (25 Jahre). Um gute Arbeit leisten zu können, benötigt man eine gute Ausrüstung. Zu diesem Zweck stellt der Förderverein der BRK-Bereitschaft Achental jedes Jahr Mittel aus Spendengeldern zur Verfügung. 2013 handelte es sich dabei um Anschaffungen im Wert von etwa 7000 Euro. Fördervereinsvorsitzender Richard Schreiner würdigte die Bereitschaft für die gute Zusammenarbeit und wünschte für das neue Jahr viel Erfolg.