weather-image
15°

Vorfreude auf Chiemgauer Kulturtage

2.3
2.3
Bildtext einblenden
Sichtlich Spaß am Musizieren hatten diese Talente, die sich zu Jahresbeginn dem Regionalwettbewerb von »Jugend musiziert« im AKG gestellt haben.

Traunstein – Zum vierten Mal werden ab Mitte Juli im gesamten Landkreis die Chiemgauer Kulturtage gefeiert.


Christian Hußmann, Leiter des Sachgebietes Kultur und Heimatpflege im Landratsamt, hat das Programm gestern im Kreisausschuss für Kultur, Heimatpflege und Bildungswesen im Kleinen Sitzungssaal des Landratsamtes präsentiert.

Anzeige

Eröffnet werden die Kulturtage mit einem Festakt am Freitag, 14. Juli, ab 19 Uhr in der Jugendsiedlung Traunreut. Bis zum Sonntag, 30. Juli, wartet auf die Bürger laut Hußmann ein »unwahrscheinlich abwechslungsreiches Programm«. Gegenüber den Vorjahren habe es noch einmal mehr Anfragen von Veranstaltern gegeben, vor allem wegen Angeboten an Wochenenden. Darum habe man den Veranstaltungszeitraum auf 16 Tage verlängert und nun drei Wochenenden zur Verfügung.

Hußmann hob den inklusiven Ansatz etlicher Veranstaltungen besonders hervor. So kann man beispielsweise bei einer Aktion im »Studio 16« von 21. bis 23. Juli täglich in die Welt Tauber und Hörbehinderter eintauchen. Erfahrene Organisationen wie der Kreisjugendring oder der Kunstverein Traunstein sind mit im Boot. »Es freut uns, dass der Nachhall so hoch ist. Zu den Arbeitskreissitzungen sind immer 50 bis 60 Personen gekommen. So lange wir ein Budget für die Kulturtage haben, werden wir sie gerne fortsetzen«, sagte Hußmann auch mit Blick auf die Tatsache, dass es bereits Anfragen für Veranstaltungen im Jahr 2018 gegeben habe.

Landrat Siegfried Walch (CSU) sicherte die finanzielle Unterstützung des Landkreises zu: »Das wunderbare Programm ist ein kulturelles Highlight im Landkreis, auf das wir stolz sein können. Da ist das Geld sehr sinnvoll investiert. Unsere Region lebt davon, dass sie so einen hohen kulturellen Wert hat.« Inklusion gehöre seit der ersten Stunde zu den Kulturtagen. »Es freut mich, dass das so gelebt wird.«

Der Ausschuss nahm den Bericht einstimmig zur Kenntnis. Am Freitag wollen die Verantwortlichen das Programm der Kulturtage bei einem Pressegespräch im Landratsamt detailliert vorstellen.

Organisatorin Silke Aichhorn hat gestern eine euphorische Bilanz des »Jugend musiziert«-Regionalwettbewerbs gezogen, der zu Jahresbeginn nicht mehr in Waldkraiburg, sondern erstmals in Traunstein stattgefunden hatte (wir berichteten). Krönender Abschluss sei das Preisträgerkonzert im Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) gewesen. Von den 170 Teilnehmern hätten sich 50 für den Landeswettbewerb qualifiziert, und davon 27 sogar für den Bundeswettbewerb nach Paderborn. Dort gab es dann auch noch drei erste Preise: Theresa Seeholzer (Trostberg) und Gesine Hadulla (Traunstein) im Violin-Duo der Altersgruppe V, durch Gesine und Antonia Hadulla (Traunstein) bei den gemischten Streichern (Violine/Kontrabass) in der Altersgruppe V und durch Philipp Huber (Traunstein) in der Klavier-solo-Wertung der Altersgruppe III – eine »schöne Ausbeute«, sagte Aichhorn.

Sie sei froh, dass sie den Regionalwettbewerb ausrichten dürfe. »Wir haben nun erste Erfahrungen sammeln können, die für die zweite Auflage am 28./29. Januar 2018 sehr hilfreich sind.« Die öffentlichen Wertungsspiele sollen wieder am AKG stattfinden. Für die Musiker bedeute dies monatelange Arbeit, ehe sie »aufgeregt, aber mit viel Spaß« vor die Jury treten. »Schön, dass sich so viele Kinder angesichts der vielen Herausforderungen, die auf sie einprasseln, nach wie vor die Zeit nehmen, sich ein Jahr lang darauf vorzubereiten.«

Walch bekräftigte diese Aussage Aichhorns: »Die hohe Qualität und die exzellenten Musiker zeigen, was für eine Güte in unseren Musikschulen gelehrt wird.« Dank der hohen Musikschuldichte habe der Landkreis Traunstein bezogen auf die Einwohnerzahl doppelt so viele Musikschüler wie die umliegenden Kreise. »Darum passt der Regionalwettbewerb zu uns wie die Faust aufs Auge.« Silke Aichhorn stehe für musikalische Qualität und dafür, junge Menschen für Musik zu begeistern.

Nach den Berichten vergab der Ausschuss etliche Zuschüsse für die Musikschulen und für Arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden. rse

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen