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Vorbilder für unsere Gesellschaft

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Regierungsvizepräsidentin Maria Els überreichte Sepp Hohlweger aus Ruhpolding die Ehrenurkunde.
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Die Geehrten aus Teisendorf und dem Achthal (von links): Rosmarie Wannersdorfer, Robert Strauß, Regierungsvizepräsidentin Maria Els, Hans Placzek und Jörg-Michael Kunz.
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In Grassau und Übersee engagieren sich (von links) Claudia Magerl, Ursula Setoodeh und Margit Vogel (hier mit Regierungsvizepräsidentin Maria Els, Zweite von rechts).
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Für ihr Engagement in Inzell ehrte Maria Els (Mitte) Anita Baumgartner, Annemarie Muttenhammer, Annelie Gromoll und Anita Pointner. (Fotos: Regierung von Oberbayern)

Ehrenamtliche aus ganz Oberbayern, die sich bei der Betreuung von Asylbewerbern, Flüchtlingen und Spätaussiedlern verdient gemacht haben, wurden in München ausgezeichnet. Darunter waren auch etliche engagierte Bürger aus der Region.


»Es ist mir ein großes Anliegen und eine ganz besondere Freude, mich persönlich bei rund 250 Ehrenamtlichen aus ganz Oberbayern für ihr ehrenamtliches Engagement zu bedanken«, betont Regierungsvizepräsidentin Maria Els, auch in ihrer Funktion als Integrationsbeauftragte von Oberbayern. Sie würdigte die Ehrenamtlichen für die vielfältigsten Tätigkeiten von Lesepaten und Sprachförderungen, über Hausaufgabenhilfen, Unterstützung von Schülern beim Wechsel auf weiterführende Schulen oder ins Erwerbsleben, Hilfen bei Behördengängen bis zur Betreuung fremdsprachiger Pflegebedürftiger. Die Ehrenamtlichen unterstützen Asylbewerber, Flüchtlinge und Spätaussiedler nicht nur bei der Bewältigung der neuen Lebensumstände, sondern bringen ihnen auch Wertschätzung entgegen. »Danke dafür, dass Sie bereit sind, anzupacken und sich einzubringen! Ihr Einsatz ist ein Vorbild für unsere Gesellschaft und nachahmenswert.«

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Im Regierungsbezirk Oberbayern leben derzeit 10 837 Asylbewerber, 73 syrische Kontingentflüchtlinge, 83 Spätaussiedler, 40 jüdische Emigranten und 45 afghanische Ortskräfte. Die aktuellen Zugangszahlen bei den Asylbewebern sind bereits doppelt so hoch wie im ersten Halbjahr 2013. Bis zum Jahresende werden sie weiter deutlich steigen.

Angesichts zahlreicher Krisen, bewaffneter Konflikte und kriegerischer Auseinandersetzungen, insbesondere im Nahen Osten, sei das nicht verwunderlich, so Maria Els weiter. Weltweit seien 51 Millionen Menschen auf der Flucht, davon suchten bisher rund 1 Million Menschen Asyl. Zahlen und Statistiken sollen die Dimension verdeutlichen. Gleichwohl sei jedoch klar: hinter jeder Zahl stecke ein Schicksal, eine Geschichte. »Es ist mir bewusst, dass jeder Asylbewerber und Flüchtling, der bei Ihnen in den Unterkünften aufgenommen wird, oft erst durch den ersten Kontakt mit Ihnen sich wieder als Mensch wahrgenommen fühlt.«

Im Maximiliansaal der Regierung von Oberbayern nahmen die Geehrten ihre Urkunden entgegen. Darunter Ehrenamtliche in Unterkünften für Asylbewerber, Flüchtlinge und Spätaussiedler in Achthal, Bergen, Grassau, Inzell, Ruhpolding, Teisendorf und Traunreut. Nicht alle Geehrten nahmen an der Veranstaltung in München teil. In Asylbewerberunterkünften in Teisendorf und im Achthal engagieren sich Jörg-Michael Kunz, Hans Placzek, Robert Strauß und Rosmarie Wannersdorfer. Für ihr Engagement in Grassau und Übersee wurden ausgezeichnet Michael Baessgen, Rosa Kirchner, Claudia Magerl, Ursula Setoodeh und Margit Vogel. In Inzell engagieren sich Anita Baumgartner, Annelie Gromoll, Annemarie Muttenhammer und Anita Pointner; aus Ruhpolding war Sepp Hohlweger nach München gereist, um die Ehrenurkunde von der Regierungsvizepräsidentin entgegenzunehmen.