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Vorbereitungen laufen

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Traunstein. Der Stadtrat stimmte in seiner jüngsten Sitzung der Einführung einer Sicherheitswacht in Traunstein zu (wir berichteten), nun können die weiteren Vorbereitungen durch die Polizei anlaufen, denn dieser ist die Sicherheitswacht unterstellt. Zunächst muss allerdings eine weitere Hürde genommen werden, informierte Polizeirat Rainer Wolf, Leiter der Polizeiinspektion Traunstein. Die endgültige Genehmigung müsse das Bayerische Staatsministerium des Innern erteilen. »Hierzu war der positive Stadtratsbeschluss aus der vergangenen Woche eine zwingende Voraussetzung«, fuhr Wolf fort.


Die Polizeiinspektion Traunstein wird nun die Sicherheits- und Ordnungslage sowie die notwendige Zahl an Bediensteten bei der Sicherheitswacht darstellen und über das Polizeipräsidium in Rosenheim die Zulassung beantragen. Wolf geht davon aus, dass die Sicherheitswacht noch in diesem Jahr starten kann. »Vorausgesetzt, wir finden genügend geeignete Bewerber.«

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Sobald die Genehmigung vorliege, beginne die Suche nach Bewerbern für diese anspruchsvolle Tätigkeit, betonte Wolf weiter. »Die Polizeiinspektion Traunstein steht der Einführung der Sicherheitswacht positiv gegenüber«, betonte er. »Ein Einfluss auf die Personalausstattung der Polizeiinspektion durch die Einrichtung der Sicherheitswacht kann definitiv ausgeschlossen werden, da hierzu die Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten viel zu unterschiedlich ausgeprägt sind.« Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls in der Stadt könne die Sicherheitswacht in jedem Fall ihren Anteil beitragen, hob Wolf hervor.

»Einsatzgebiete reichlich vorhanden«

Einsatzgebiete für die Sicherheitswacht seien in Traunstein zahlreich vorhanden. »Neben Parkanlagen und Grünflächen bieten vor allem die innerstädtischen Schwerpunkte rund um den Bahnhof und die größeren Lokalitäten der Nachtschwärmer Möglichkeiten für einen geeigneten Einsatz«, sagte Wolf. »Hierbei haben Bedienstete der Sicherheitswacht auch eigene Befugnisse zur Identitätsfeststellung oder zum Erteilen von Platzverweisen.«

Die Polizei wählt die Bewerber, die zwischen 18 und 60 Jahren alt sein sollen und eine Reihe weiterer Voraussetzungen mitbringen müssen, aus. Danach folgt eine umfangreiche Schulung durch die Polizei. Schwerpunkte dabei sind Gesprächsführung, Straf- und Eingriffsrecht sowie praxisorientierte Inhalte wie zum Beispiel die Handhabung des Funkgeräts oder eines Reizstoffsprühgeräts. Die Ausbildung endet mit einem Prüfungsgespräch, in dem die Eignung des Bewerbers noch einmal abschließend beurteilt wird. SB