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Vor der Polizei versteckt

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Bergen – Da half ihm auch sein gutes Versteck nichts: Für einen mit Haftbefehl gesuchten 23-jährigen Traunsteiner klickten am Mittwochabend in Bergen die Handschellen.


Der junge Mann wurde seit knapp einem Monat von der Staatsanwaltschaft München wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Haftbefehl gesucht. Der 23-Jährige war bereits im September 2015 zu einer vierstelligen Geldstrafe beziehungsweise 120 Tagen Haft verurteilt worden. Ihm wurden außerdem die Verfahrenskosten in Höhe von knapp 1200 Euro auferlegt.

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Anfangs konnte er mit einer Ratenzahlung einen sehr geringen Teil ableisten. Es blieb dann jedoch eine Reststrafe von 1600 Euro oder 106 Tagen Haft übrig. Der Traunsteiner tauchte schließlich unter und hielt sich über Wochen versteckt.

Die zivilen Beamten der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein haben nun seinen »Unterschlupf« entdeckt. Sie fanden den 23-Jährigen am Mittwochabend in einer Wohnung in Bergen. Der Traunsteiner hatte sich hinter einem Bett versteckt und lag dort zusammengekauert unter Bettdecken. Noch im Schlafzimmer klickten für den völlig überraschten Mann die Handschellen. Weil er die Reststrafe nicht zahlen konnte, muss er nun die nächsten dreieinhalb Monate im Gefängnis verbringen. fb