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Vor allem die Straßen waren den Bürgern ein Anliegen

Traunstein. Die Peter-Müllritter-Straße ist in diesem Jahr für 152 000 Euro saniert worden. Sie ist nun eine Einbahnstraße mit verkehrsberuhigtem Bereich. Diesen Punkt lobte Max Hohenadler bei der ersten Bürgerversammlung am Dienstagnachmittag im Bräustüberl, zu der rund zwei Dutzend Bürger gekommen sind. Sie stellten eine Reihe von Anfragen, die Oberbürgermeister Manfred Kösterke und seine Mitarbeiter zu beantworten versuchten.

Die Peter-Müllritter-Straße ist nun eine Spielstraße. Allerdings kann das Schild leicht übersehen werden, vor allem wenn ein größeres Fahrzeug in unmittelbarer Nähe parkt. (Foto: Brenninger)

Karl-Merkenschlager-Straße soll Einbahnstraße werden

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Nicht zufrieden ist Max Hohenadler allerdings mit der neuen Beschilderung. Das Schild Spielstraße sei zu klein, sagte er. Wenn ein größeres Fahrzeug in diesem Bereich parke, könne das Schild leicht übersehen werden. »Auf der linken Straßenseite müsste deshalb ebenfalls ein solches Schild angebracht werden«, schlug Hohenadler vor. »In der Straße wohnen viele Kinder. Es wäre schlimm, wenn da etwas passieren würde.« Zudem sprach er die Beleuchtung an. Das Licht sei nicht besonders hell. »Da hat man Angst, wenn man abends heimgeht«, betonte er. »Wir werden uns das anschauen«, versprach Kösterke.

Bei der Anfrage von Siegfried Blach ging es ebenfalls um eine Straße. Die Karl-Merkenschlager-Straße soll auf Wunsch der Anwohner eine Einbahnstraße werden. »Wir werden das in den zuständigen Gremien beraten«, antwortete Kösterke.

Gudrun Lechner merkte an, dass die Salinenstraße viel befahren sei. Sie wollten wissen, ob der Schwerverkehr nach Öffnung der neuen Umfahrung nicht mehr durch die Stadt fahren dürfe? »Die Straße wird dann ja von einer Bundes- zu einer Staatsstraße abgewertet«, informierte Kösterke. Dennoch könne er da wenig in Aussicht stellen, denn er habe das Thema bereits von Juristen prüfen lassen. »Das Verwaltungsgericht hat in ähnlichen Fällen in anderen Städten dem einen Riegel vorgeschoben.« Dennoch hoffe er, dass die neue Umgehung rege genutzt werde und die Stadt entlastet werde.

Peter Perseis lobte wie Peter Mallwitz das Schwimmbad. Allerdings hatten beide auch kleinere Anregungen parat. Perseis hätte gerne, dass die Öffnungszeiten verlängert werden. »Wir sind dabei, das zu prüfen«, sagte Kösterke. Mallwitz würde es begrüßen, wenn die Bodenmarkierungen »Springen verboten« beim mittleren Becken entfernt werden. »Da hält sich ja eh keiner dran«, sagte er.

Perseis monierte die Parksituation am Studienseminar St. Michael. Wenn dort Veranstaltungen seien, sei alles zugeparkt. »Muss das Seminar nicht entsprechende Parkplätze ausweisen«, fragte er. »Wir können dem Studienseminar keine weitere Stellplatzpflicht aufdrücken«, erklärte Kösterke. »Ich werde aber Herrn Moderegger darauf ansprechen.«

Hans Joachim Mallwitz wies darauf hin, dass im Fußgängerbereich des Maxplatzes immer wieder Autos parken. »Das ist fürchterlich«, schimpfte er. Er sprach auch die Situation bei der Einfahrt zum Stadtplatz an. Auch hier parken immer wieder Autos, um sich schnell bei den Bäckereien eine Semmel zu holen. »Die einzige Möglichkeit, um das abzustellen, ist das Anbringen von Pfosten«, so Kösterke. Die Umsetzung sei aber fast nicht möglich, denn man müsse hier auch den Marktverkehr abwickeln. Zudem regte Mallwitz an, den Lindl-Brunnen im Winter durchsichtig abzudecken und am Brunnen auch ein Schild anzubringen. »Wir werden uns Gedanken machen«, versprach der Oberbürgermeister.

Friedwald: »Es gibt bereits Überlegungen«

Mallwitz wies auch darauf hin, dass im Bereich des Fußgängerübergangs an der Rosenheimer Straße die Fahrbahn sehr wellig sei. »Wir werden das dem Bauamt weitergeben«, versprach Kösterke. Die Ampel sprach auch Ina Holzner an. Sie wäre dafür, dass das Ganze zu einer Bedarfsampel umfunktioniert werde.

Angela Schroll wollte wissen, ob in Traunstein ein Friedwald angedacht sei. »Überlegungen diesbezüglich gibt es bereits«, sagte Kösterke. Albert Druck machte darauf aufmerksam, dass im Stadtgebiet an Lichtmasten immer wieder uralte Plakate hängen. »Wir lassen diese entfernen«, versprach das Stadtoberhaupt.

Waltraut Blach monierte die vielen Zigarettenkippen, die achtlos auf den Boden geworfen werden. »In manchen Städten sind das Ordnungswidrigkeiten«, betonte sie. Sie wollte wissen, ob diese Regelung nicht auch in Traunstein eingeführt werden könne? »Das ist nicht leicht zu lösen«, betonte Kösterke. »Es ist eine Verschmutzung, aber man muss die Leute auch dabei erwischen.« SB