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Grassauer Gartler blickten bei Herbstversammlung auf straffes Programm für jedes Alter zurück

Von Radltour bis Wildsträucher für den Garten

Grassau – Langeweile kommt beim Grassauer Gartenbauverein nicht auf, wie aus dem Jahresrückblick in der Herbstversammlung im Gasthof Sperrer hervorging. Ob Radltouren, Ausflüge oder Aktionen im Ort, stets gibt es für die aktiven Gartenfreunde etwas zu tun.

Christa Weiß (von links) und Gartenbauvereinsvorsitzende Rita Schreiner ermittelten die Gewinner der Herbstauslosung bei der Versammlung des Vereins. (Foto: T. Eder)

Viel Mühe gab sich der Verein beim Gestalten und Pflegen des Kreisverkehrs. Bei einer Radltour besichtigten die Teilnehmer wunderschöne Gärten. Neue Eindrücke und Ideen für den eigenen Garten gab's beim Ausflug in die Staudengärtnerei Sarastro. Wie die Vorsitzende Rita Schreiner weiter informierte, wurde zudem eine Hortensiengärtnerei besucht. Das Radi-Essen in Viehhausen fand wetterbedingt unter Dach statt.

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Die ohnehin schöne Pfarrkirche wurde durch den Schmuck zu Erntedank noch schöner, schwärmte Rita Schreiner und erinnerte zudem an das Apfelpressen. Die Äpfel konnten beim Obstlehrpfad gesammelt werden. Auch die Kindergruppe sei aktiv gewesen und nach dem Schmücken des Osterbrunnens stellten die Kleinen in den Sommerferien Salben aus Beinwell und Ringelblume her.

Noch einige Termine stehen auf dem Programm. So wird der Gartenbauverein wieder das Adventsbasteln anbieten und am 30. November das Heftergewölbe für das Kranzbinden herrichten. Begonnen wird um 18 Uhr.

Zudem wird der Verein auf dem Bauernmarkt am Samstag, 2. Dezember, vertreten sein und zum ersten Mal Adventskränze und Gestecke verkaufen. Früher wurden diese Bastelarbeiten immer erst am Adventsmarkt angeboten, erklärte Rita Schreiner. Da dieser Markt aber immer erst am dritten Adventswochenende stattfindet, sei es etwas spät für Gestecke, und so entschied die Vorstandschaft, am Bauernmarkt mitzumachen. Dennoch wird der Verein beim Grassauer Advent am 16. und 17. Dezember mit einem Stand vertreten sein.

Auch im kommenden Jahr ist einiges geplant. Fest stehen der Obstbaumschnittkurs am 17. März in Übersee und der Ausflug nach Südengland. Vom 28. Mai bis 4.   Juni werden die Mitglieder sich Cornwall ansehen. Zudem verwies die Vorsitzende auf das Bienenschauhaus am Obstlehrpfad, das derzeit vom Imkerverein aufgestellt wird. Das Gerüst sei bereits fertig.

Christa Weiß aus Obing überraschte mit ihrem Wissen über Wildfrüchte und wie sie früher genutzt wurden. Unter dem Motto »Dirndlbirn und Hollastauden« berichtete sie über Möglichkeiten, die Früchte der Wildsträucher zu Marmelade, Tee und Heilmitteln zu verarbeiten. Unter Dirndlbirn sei die Kornelkirsche zu verstehen – das härteste Holz Europas, aus dem früher nicht nur Schusternägel, sondern auch Backenzähne hergestellt wurden. Die Früchte ergäben eine gute Marmelade, aber auch Sirup. Sie könnten zudem in Form geschnitten werden.

Einsatzmöglichkeiten des Holunders von der Blüte bis zur Frucht seien bekannt. Der Holler gelte als Schutzstrauch. Ob Aronia, Berberitze, Sanddorn, Wildrose, Schlehe, Mispel, Felsenbirne oder Quitten – alle diese Wildsträucher seien auch für den Garten geeignet und für Wildtiere eine wichtige Futterquelle. Vorsicht sei dagegen bei Pfaffenhütchen und Tollkirsche geboten, denn die Früchte dieser Sträucher seien giftig. Mit Spannung wurde auf die Verlosung gewartet. Jeder erhielt vorab ein Los und wer gezogen wurde, durfte sich am Blumentisch bedienen. tb