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Von oben bis unten eingerüstet

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Beinahe meint man, der Turm hinter dem Gerüst wäre teilweise abgetragen worden. Aber keine Sorge: Noch steht in Haslach Stein auf Stein. Tatsächlich täuscht der Anblick durch die Hülle und die Abendsonne. (Fotos: Kirchmayer)
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Der Zahn der Zeit hat am Turm der Haslacher Pfarrkirche Mariä Verkündigung genagt. Darum stehen jetzt umfangreiche Renovierungsarbeiten an. Geplant ist, dass sie Ende Oktober abgeschlossen sind.

Traunstein – Von oben bis unten eingerüstet und verhüllt ist zurzeit der Haslacher Kirchturm. Weil der Zahn der Zeit an dem Bauwerk genagt hat, stehen jetzt umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Auch die Fassade des Gotteshauses wird einen neuen Anstrich bekommen, das Dach ist bereits sauber. Die Renovierung wird voraussichtlich mit 180 000 Euro zu Buche schlagen.


»Zwei Wochen hat allein der Aufbau des Gerüsts gedauert«, erzählt Lotte Namberger, die Vorsitzende der Haslacher Kirchenverwaltung; Mitte Juli hatten die Gerüstbauer damit begonnen. Die Hülle kam dann noch außen herum, um zu verhindern, dass größere Mengen Staub in den Friedhof fallen. Denn bei der kürzlich beendeten Reinigung des Kirchendachs habe sich gezeigt, dass während der Arbeiten doch einiges an Dreck herunterfalle.

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Das Dach der Pfarrkirche Mariä Verkündigung wurde in den vergangenen beiden Wochen nicht nur vom Schmutz befreit. Die Handwerker tauschten auch kaputte Dachziegel aus, erneuerten Regenrinnen und den Schneefang.

Jetzt, wo das Gerüst steht, können auch die Arbeiten am Kirchenturm beginnen. Geplant ist unter anderem, das Bauwerk zu säubern, lose Putzteile zu erneuern sowie Risse und Hohlstellen auszubessern. Zudem sollen die Uhrblätter einen neuen Anstrich erhalten. Außerdem bekommt auch die Westseite des Turms eine Uhr; dort gab es nämlich bislang keine. Zu guter Letzt werden das Kreuz des Kirchturms und der Hahn auf der Apsis neu vergoldet.

Die Fassade des Haslacher Pfarrkirche bekommt einen neuen Anstrich. Die Kirchenverwaltung hat sich in Absprache mit einem Kirchenmaler für einen Beige-Ton entschieden; er soll der ursprünglichen Fassadenfarbe aus dem Jahr 1876 so nahe wie möglich kommen. Aktuell ist das Gotteshaus weiß gestrichen, die Fensterwölbungen sind gelb. »Künftig wird alles beige sein«, erklärt Lotte Namberger.

Die für die Renovierung veranschlagten Kosten von rund 180 000 Euro trägt zu 70 Prozent das Ordinariat, 30 Prozent übernimmt die Kirchenstiftung Haslach. In der Kostenaufstellung enthalten sind außerdem die Renovierung der Kirchentüren und der Friedhofsmauer samt der Aufgänge. Letzteres werden die Handwerker erst im Frühjahr erledigen. Die übrigen Arbeiten sind wohl Ende Oktober abgeschlossen. san