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Von Lokal zu Lokal beim Musikmarathon

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Viele ließen sich bei der »Nacht der Musik« zu einem Tänzchen hinreißen. (Foto: Sojer)

Waging am See – Ein tolles Erlebnis ist die »Nacht der Musik« in Waging für die zahlreichen Besucher gewesen. Von elf Gruppen aus völlig unterschiedlichen Genres ließen sich die Musikliebhaber verwöhnen. Jung und Alt waren auf den Beinen. Und was sonst den »typisch Jungen« oder den »typisch Alten« ausmacht, das war an diesem Abend völlig unwesentlich. Es gab nur ein gemeinsames Ziel: Von Lokal zu Lokal ziehen, die rauschende Nacht mit Musik genießen und dabei fröhlich sein.


Im Laufe der langen Nacht kreuzten sich immer wieder die Wege der Musikfreunde. Wer nichts versäumen wollte, musste gut und vor allem schnell zu Fuß sein, um alle neun Lokale mit ihren elf verschiedenen Bands zu besuchen. Um der quälenden Frage, wohin es als nächstes gehen soll, zu entkommen, folgten einige Besucher einem bereits zu Hause akribisch geplanten »Tourenplan«.

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Es war darum ein außergewöhnliches Schauspiel, das sich auf den Waginger Straßen abspielte. Während die einen aus der Spielstätte mit zufriedenen Gesichtern herauskamen, um das nächste Lokal zu erobern, schlängelten die Neuankömmlinge mit gespannten Mienen in die Gaststätte. Die Sitzplätze waren sowieso belegt, da hieß es nur noch, wenigstens den Stehplatz zu verteidigen, um der nächsten Darbietung zu lauschen. Den Musikern dagegen störten die ständigen Wanderbewegungen der Besucher weniger, schafften sie sich sowieso intensiv Gehör durch ihre Darbietungen.

Bereits früher als in den Gaststätten ging's im Jugendtreff los. Ein »Powerpaket« mit vier Bands und vielen coolen Liedern gab's dort für die Jugendlichen ab zwölf Jahren ab, die gerade erst die Welt der Musik für sich entdecken.

Im Bacchus brachten »7 Miles« die Gäste mit ihren heißen Rhythmen zum Stehen auf den Bänke. Wer bodenständigere Klänge bevorzugte, verweilte im Gasthof Unterwirt mit den »Leiwaund 3« oder mit den stilvollen »De Sibs« im Café Oswald. Abwechslungsreiche Töne gab's im Gleis 7 mit »Try again«. Neu in diesem Jahr war, dass die Besucher auch in zwei Geschäften Live-Musik genießen konnten. In der Schuhliebe legte man eine kesse Sohle aufs Parkett mit »Michi Alf Duo« und in Alfs Wohnwelt ging es mit dem Lufthansa-Piloten Max Kern musikalisch in die Lüfte.

Wirtshausmusik und Discofieber

Für zünftige Stimmung sorgte die »Waginger Wirtshausmusi« im Gasthof Seerose. Der, Wirt, der Egger-Luggi, zeigte wieder seine beliebte Einlage, das Löffelschlagen. Die Gäste waren wie immer entzückt. Im Forum Italicum erlebten die Besucher wohl die längste Nacht. Am Anfang gab's mitreißende Hits aus den 50er und 60er Jahren von »The Black Box«, danach sorgte »DJ Gola« für Partystimmung.

Die »Nacht der Musik« war wieder ein absoluter Höhepunkt im Waginger Veranstaltungskalender, und so manchem Besucher fiel es gar nicht leicht, den Weg wieder nach Hause einzuschlagen. Aber irgendwann hieß auch für die Hartgesottenen: »Der Letzte macht das Licht aus.« soj