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Von der Ortskern- bis zur Turnhallensanierung

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Ruhpolding. Eine weitere Runde der SPD-Ortsteilversammlungen fand jetzt im Gasthof beim Häusler mit den Ruhpoldinger Frauen und den Anwohnern von Zell statt. Bürgermeister Claus Pichler kam dabei auf eine Vielzahl von Themen zu sprechen, von der Ortskernsanierung bis zur energetischen Sanierung der Turnhalle.


Nicht ohne Stolz berichtete zunächst der SPD-Ortsvorsitzende Johannes Hillebrand, dass auf der Kandidatenliste acht Frauen zu finden seien, mehr als in jeder anderen Gruppierung. Nachdem der Bürgermeister empfahl, Sepp Konhäuser wegen seiner langen Erfahrung als Stellvertretender Landrat bei der Wahl zu berücksichtigen, ging er auf seine eigenen Aufgaben ein.

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Auch ein Bürgermeister brauche nach seiner Ansicht eine Amtsperiode, um richtig eingearbeitet zu sein. Das liege an der Vielfalt der Aufgaben, vor allem an den Großveranstaltungen in Ruhpolding, deren Herausforderungen groß, aber durchaus erfüllend seien.

Im Hinblick auf Kinder und Jugend verwies er auf die mittlerweile gänzlich veränderte Schullandschaft. Dabei erinnerte er an die Bedeutung der Berufsausbildung in den Betrieben, die nicht hoch genug eingeschätzt werden könne. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Gemeinderats in den vergangenen Jahren sei die Sanierung des Ortskernes gewesen. Hier sei viel Koordinationsarbeit notwendig gewesen.

Gleichzeitig hätten sich die Umsätze im Handel auf das Internet und zu den großen Einkaufsmärkten verlagert. Folge seien leerstehende Geschäfte in den Zentren, nicht nur in Ruhpolding. Er verwies auch auf die Schwierigkeiten, die mit der Ausweisung von Gewerbegebieten verbunden seien. Deshalb müsse der Tourismus als Existenzgrundlage gestärkt werden, sonst könne die gemeindliche und touristische Infrastruktur nicht erhalten werden.

Als Beispiel nannte Pichler die Dreifachturnhalle mit Schießhalle, eine »Kombination, die es in Bayern wohl nicht so oft gibt«. Die Einrichtungen seien jetzt in einem guten Zustand, die damit verbundene und vom Gemeinderat genehmigte Kreditaufnahme müsse aber in den nächsten Jahren zurückgeführt werden. »Die Voraussetzungen dafür sind günstig«, sagte er. Weiter meinte er, dass es nun auch in Ruhpolding Erscheinungen gebe, die es früher nur in Städten gab, beispielsweise Asylbewerber, die »in einer wirklich schwierigen Situation sind«.

Die SPD-Gemeinderäte waren sich einig, dass im Kommunalparlament noch nie so viel Offenheit und Transparenz geherrscht habe, wie in den vergangenen sechs Jahren. Die jetzt kursierenden Behauptungen, dass mangelnde Informationspolitik betrieben werde, »entsprechen schlichtweg nicht der Wahrheit«. Hier wünsche man sich mehr Ehrlichkeit.

Gemeindratskandidatin Maria Haßlberger schilderte ihre Aufgabe als Leiterin des Familienstützpunktes. Die Anforderungen seien eigentlich vorbeugende und elternbildende Maßnahmen bei Schwierigkeiten in Familien. Tatsächlich aber gingen die Aufgaben weit darüber hinaus, bis hin zu Suizidgefährdungen.

Dritte Bürgermeisterin Elisabeth Holzner schilderte die Situation der Ruhpoldinger Schule. Das Schulhaus sei, auch durch zwei Klassen aus dem Heilpädagogischen Zentrum, räumlich belegt. Seit zwei Jahren sei Ruhpolding im Mittelschulverbund. Den Mittleren Bildungsabschluss könnten die Schüler nun in Siegsdorf erlangen. In Ruhpolding würden die übrigen Schüler gemeinsam mit denen aus Inzell unterrichtet werden, was den Qualifizierenden Hauptschulabschluss zum Ziel habe. Sie räumte aber auch ein, dass die Situation, zum Beispiel wegen der Schülertransporte nicht immer einfach sei. hab