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Von der Beitragserhöhung zum Zucchini-Schätzen

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Christa Just wurde vom Vorsitzenden des Gartenbauvereins, Peter Drogoin, für ihre 40-jährige Treue zum Verein ausgezeichnet. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Mit Bravour meisterte der neue Ortsvorsitzende des Gartenbauvereins Staudach-Egerndach, Peter Drogoin, seine erste Herbstversammlung im Gasthof zum Ott und eröffnete diese mit einem Herbstgedicht. Außerdem zeichnete er Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verein aus.


Drogoin verwies auf die zwei Vogelhäuschen, die die Kinder für den Kreiswettbewerb gebastelt hatten. Leider gab es keinen Preis, für ihn seien es aber die Schönsten gewesen. Nachdem immer mehr Aktionen mit Kindern stattfinden, halte der Vorsitzende eine Familienmitgliedschaft für sinnvoll, zumal dann auch die Kinder mitversichert wären. Ein weiterer Vorteil sei laut Drogoin, dass auch der Ehepartner im Verein Mitglied sei. Als Jahresgebühr schlug er 16 Euro für die Familienmitgliedschaft vor.

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Unangenehm sei ihm der Vorschlag auch den normalen Beitrag von 10 auf 12 Euro anzuheben. Doch sei auch der Beitrag zum Landesverband gestiegen und Einladungen werden nicht mehr ausgetragen, sondern versandt, was ebenfalls mehr Ausgaben verursache. Die Ausgaben, aber auch die Angebote im Verein steigen, so Drogoin. Mehrheitlich stimmten die Gartler der Erhöhung und auch dem Familienbeitrag zu. Wer möchte, so Drogoin, kann auch in die Familienmitgliedschaft wechseln. Geehrt wurden außerdem langjährige Mitglieder. Für 25-jährige Treue zum Verein wurden Edeltraut Breit, Günther Klott, Werner Hermann, Josef Bauer und Walter Scheicher mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die goldene Ehrennadel für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Christa Just und Hans Neumayer. Mit Spannung wurde auch das Ergebnis der Schätzaktion erwartet. So galt es, das Gewicht einer gewaltigen Zucchini zu erraten. Evi Pöschl schätzte das große Gemüse mit 5,8 Kilogramm bis auf 50 Gramm richtig ein. Natur- und Landschaftsführerin Christa Weiß aus Obing informierte über Wildfrüchte und ihre Verwendung. Sie hob auch die Bedeutung der Wildfrüchte für die Natur, als Futtergrundlage für Tiere und die Stauden als Nistmöglichkeit und Versteck hervor. Praktische Tipps zur Verwendung der Früchte hatte die Expertin ebenfalls parat.

Dirndlbirl oder auch Kornelkirsche eigne sich gut für Marmeladen und biete durch die frühe Blüte Nahrung für Bienen. Holunder werde als die Hausapotheke des Gartens bezeichnet. Aus der Blüte werde Sirup gekocht und aus den Früchten kann der Hollersaft gewonnen werden, der für eine Stärkung des Immunsystems sorgt. Vorsicht sei beim Zwergholunder geboten. Dieser sei sehr giftig.

Die Eberesche ist durch ihre Gerbstoffe für Galle, Darm, Magen und Leber geeignet. Früher wurden die Gerbstoffe Kräuterlikören und -schnäpsen beigemischt. Auch Marmeladen und Gelees aus der Eberesche schmecken gut und der Vitamin-C-Gehalt sei höher als der der Zitrone, informierte Christa Weiß. tb