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Von Bärlauch und anderen Frühlingspflanzen

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Die bei der Versammlung für ihre langjährige Mitgliedschaft Ausgezeichneten stellten sich für ein Foto mit dem Bürgermeister und der Vorsitzenden auf. Unser Bild zeigt (von links): Bürgermeister Hans-Jörg Birner, Arnd Liderley, Margarete Liderley (25 Jahre), Christl Aicher, Ludwig Stöckl (40   Jahre) und Manuela Babinger. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring. Wer, wie üblich, im Spätsommer oder Herbst zum Schwammerl sammeln geht, hat schon viel versäumt. Das erfuhren die Mitglieder des Gartenbauvereins Kirchanschöring bei ihrer Frühjahrsversammlung von Ute Künkele und Till Lohmeyer, die über Frühjahrsblumen und -Pilze sprachen. Dass es in dieser Jahreszeit auch schon Pilze gibt, dürfte für viele eine Überraschung gewesen sein.


Resi Haunerdinger trug zu Beginn ein selbstverfasstes Gedicht über den Frühling vor. Künkele erklärte dann die Frühlingsblumen der Region, angefangen vom Schneeglöckerl. Dabei gibt es viele Eigenheiten selbst bei Alltagsblumen, von denen, besonders in den Salzachauen, eine Art nur drei Blütenblätter trägt. Auch die gelben Buschwindröschen sind nur hierzulande zu finden. Als Nahrung sei auch der Bärlauch bekannt. Dabei wies Künkele auf die Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen hin, die zwar fast genauso aussehen, aber giftig bis tödlich sein können. Künkele zeigte auch andere Frühlingsblumen, wie den Feldstern, Gänseblümchen, Löwenzahn und viele mehr.

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Till Lohmeyer beschäftige sich mit den Pilzen, die es schon im Frühling im Wald gibt – eine wahre Vielfalt von Morcheln, Lorcheln und Becherlingen. Wer sich aber nicht absolut sicher ist, einen Speisepilz vor sich zu haben, sollte lieber die Finger davon lassen. Bei der Beschreibung einer der Lorcheln meinte Lohmeyer trocken, diese wäre ein probater Weg, einer bösen Schwiegermutter den Garaus zu machen. Andererseits seien viele Pilze eine echte Delikatesse. Manche enthielten sogar heilende Stoffe. So fänden in der chinesischen Medizin etwa 300 Pilze als Heilmittel Verwendung. Vorsitzende Manuela Babinger würdigte die Referenten und Geschäftsleute aus Kirchanschöring und Umgebung für die schönen Preise für die Tombola.

Nach einer Pause gaben Babinger und Schriftführerin Katharina Stöwe einen Rückblick auf das Vereinsjahr. Die Liste der Aufzählung von Veranstaltungen war lang. Sie enthielt Gartenbesichtigungen, Feste und Feiern und auch die Teilnahme am von Helmut Hofmeister initiierten Schulprojekt »Brot muss auch wachsen«, bei dem Dritt- und Viertklässler den Weg nachverfolgen, den das Brot vom Säen des Getreides, über die Ernte, das Dreschen, Mahlen, Teig-zubereiten und Backen nimmt. Dabei dürfen die Kinder an diesem Prozess auch selbst mitwirken. Der Gartenbauverein bietet Kindern und Erwachsenen ebenfalls viele Gelegenheiten, sich an gemeinsamen Projekten, wie dem Kräuterbuschenbinden, oder Suppenkochen zu beteiligen.

Auch an Terminen für das kommende Jahr herrsche kein Mangel, sagte die Babinger und kündigte eine Primiz in Kirchanschöring am 6. Juli, den Vereinsausflug zur Landesgartenschau in Deggendorf am 19.   Juli, das Kräuterbuschenbinden am 14. August und die dazu gehörende Kräuterweihe am 15. August hin. Mangels passender Einrichtungen werde heuer auf eine Herbstversammlung verzichtet. Anschließend gab Kassier Ludwig Abfalter seinen Bericht. Dieser zeigte eine gute und stabile Kassenlage des Vereins und gute Aussichten, dass dies auch weiterhin so bleiben würde. Darauf deute auch der Anstieg der Mitgliederzahl von 411 im Vorjahr auf 416 in diesem hin. Als neue Kassenprüferinnen wurden Christl Haunerdinger und Johanna Steinmaßl von der Versammlung einstimmig gewählt.

Bei den Ehrungen wurden Kordula Hofmann und Arnd Liderley für jeweils 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet und für 40 Jahre beim Verein erhielten Alois Aicher und Ludwig Stöckl Urkunden. Besondere Ehrungen erfuhren auch Renate Stockhammer und Anni Tahedl für ihre aufopfernde Arbeit für den Verein.

Bürgermeister Hans-Jörg Birner sagte, es sei großartig, was der Verein schaffe, sowohl für sich selbst als auch die gesamte Gemeinde. Die Mitwirkung an der Gartenschau in Lampoding und das Projekt »Brot muss auch wachsen« zeigten dies vorbildhaft. »Es ist schön, euch in der Gemeinde zu haben«, sagte der Bürgermeister abschließend. Abschließend gab Resi Haunerdinger noch eines ihrer Gedichte zum Besten. al