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Von Amsel bis Rotkehlchen

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Das ist ein Rotkehlchen – es zählt zu den häufigsten Wintervögeln in Deutschland.

Über unsere Vögel im Winter gibt es bislang wenig wissenschaftliche Erkenntnisse. Wie passen sie sich an die kalte und futterarme Jahreszeit an? Welche Arten werden durch Winterfütterung gefördert, welche nicht? Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Vögel im Winter aus? Diese und andere Fragen will die »Stunde der Wintervögel« des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) beantworten. Die Aktion findet vom heutigen Freitag bis einschließlich Sonntag statt.


Um genauere Erkenntnisse zu erlangen, sind Beobachtungen nötig. Je mehr Menschen mitmachen, je mehr Beobachtungen dem LBV gemeldet werden, desto größer wird die verfügbare Datenmenge und desto besser werden die Ergebnisse.

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Die Stunde der Wintervögel gibt es in Bayern seit 2005 und ist sehr erfolgreich. Die Aktion steht unter dem Motto »Hinschauen bildet!«, denn durchschnittlich kennen Schulkinder in Bayern nur noch vier der zwölf häufigsten heimischen Vögel.

Mitmachen ist dabei ganz einfach. Zu welcher Tageszeit die Vögel im Garten oder im Park beobachtet werden, spielt dabei keine Rolle. Für die Zählung wird ein Block mit Stift und eine Stunde Zeit benötig. Es ist für die Erhebung wichtig, dass genau eine Stunde lang beobachtet wird. Manchmal ist es gut, ein Fernglas oder ein Bestimmungsbuch bereitzulegen. Als Hilfestellung kann auch der Meldebogen sowie die Bestimmungshilfe mit Fotos der häufigsten Vögel auf der Internetseite der Aktion heruntergeladen werden. Notieren Sie von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die im Lauf einer Stunde gleichzeitig zu sehen war. Zählen Sie auch Vögel, die sich in Ihrer Sichtweite, aber außerhalb Ihres Gartens aufhalten bzw. Ihren Garten überfliegen.

Und wie wird gezählt? Da einzelne Vögel in einer Stunde immer wieder an eine Futterstelle kommen, sollte nur die Maximalzahl gemeldet werden, die zeitgleich zu sehen war. Zum Beispiel: Kommen zunächst zwei Amseln, später drei Amseln und am Ende der Stunde noch mal eine Amsel, dann wird die Höchstzahl drei gemeldet. Nach der Zählung werden die Beobachtungen auf Seite direkt online eingegeben oder man schickt den Erfassungsbogen per Post an den LBV. Warum wird das Wetter nicht berücksichtigt? In der Tat hat das Wetter einen starken Einfluss darauf, wie viele und welche Vögel beobachtet werden. Da der LBV jedoch langjährige Trends beobachtet, spielt die Wetterlage am Beobachtungstag keine übergeordnete Rolle. Sollten Extremwetterereignisse auftreten, werden diese natürlich bei der späteren Auswertung und Diskussion berücksichtigt. fb