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19°

Vom Wetter her kein ungewöhnlicher Monat

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Traunstein. Der Dezember 2012 war insgesamt gesehen ein durchschnittlicher Monat ohne große Abweichungen vom langjährigen Durchschnitt. Der Monat begann kalt und brachte in Traunstein etwa 40 Zentimeter Schnee. Man freute sich bereits auf die Weihnachtszeit.


Doch hörte man auch bereits die ersten Unkenrufe »Jetzt ist der Schnee da, und zu Weihnachten ist es wieder grün«. Man wollte es nicht glauben, aber leider traf das zu. An Heiligabend kam bei vielen wetterbedingt keine rechte Weihnachtsstimmung auf. Man dachte bei plus 12,3 Grad eher an den Frühling und man konnte sich »kurzärmelig« bei gefühlten 25 Grad plus angenehm in der Sonne räkeln.

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Laut Wettervorhersage in den Nachrichten sollte es das wärmste Weihnachten seit 30 Jahren werden. Das traf dann auch für die Wetterstation der Familie Huber am Traundamm in Traunstein zu. Mit 12,3 Grad wurde ein neuer Temperaturhöchstwert sogar seit fast 40 Jahren erreicht. Die Silvesternacht war dann sternenklar mit etwas Frost, optimale Voraussetzungen für das Silvesterfeuerwerk.

Doch nun die Werte für den Dezember genauer: Durchschnittlich erreichte der Dezember plus 0,7 Grad, das liegt etwas über dem Durchschnitt von 0 Grad seit 1974. Der wärmste Dezember war mit 3,4 Grad 1994, der kälteste 1991 mit minus 3,7 Grad. Der wärmste Dezembertag war diesmal wie bereits oben erwähnt der 24. mit 12,3 Grad, die niedrigste Tagestemperatur wurde am 7. mit minus 3,6 Grad gemessen. Nachts sank das Thermometer am 13. auf minus 13,2 Grad.

Das sind keine außergewöhnlich niedrigen Temperaturen. In der Vergangenheit gab es da erheblich wärmere und kältere Tage und Nächte. So zum Beispiel der 10. Dezember 1991; hier erreichten wir nur minus 12 Grad als Tageshöchstwert. Der wärmste Dezembertag war der 9. Dezember 1982, damals kletterte das Thermometer auf 18 Grad. Doch die Nachttemperaturen waren auch schon extremer, so fiel die Temperatur zum 14. Dezember 2001 auf minus 18 Grad. Am 11. Dezember 2000 dagegen gab es als Minimum plus 8 Grad. Insgesamt gab es in diesem Dezember 19 Mal Nachtfrost, der an sechs Tagen zu Dauerfrost führte. Der Durchschnitt liegt hier bei 21,5 Mal Nachtfrost und 6,5 Tagen mit Dauerfrost. Man kann also sagen: Hier war der Dezember 2012 durchschnittlich.

Der Dezember 2012 war mit 20 Tagen, an denen die Sonne schien, überdurchschnittlich sonnig, jedoch gab es leider nur einen, den 24., mit ungetrübtem Sonnenschein. An 20 Tagen gab es Niederschläge, davon an 13 Tagen Schnee oder Regen mit Schnee vermischt. Nebel gab es diesmal an drei Tagen. Doch auch das sind keine Extremwerte. Der sonnigste Dezember war 1983 mit 22 Tagen und der tristeste mit nur drei Tagen Sonne 1995. Fiel 2010 an 18 Tagen Schnee, so 1989 nur an zwei Tagen. Bei den Niederschlägen insgesamt gab es drei Jahre mit 21 Mal und vier Jahre mit nur neun Tagen Niederschlag. Auch beim Nebel gibt es andere Eckwerte, so 2004 mit zwölf Tagen und drei Jahre komplett ohne Nebel.

Zum Schluss noch eine Bauernregel: »Geht Barbara (4. Dezember) im Grünen, kommt das Christkind im Schnee.« Ja, da kann man dann auch den Umkehrschluss ziehen. Zu Barbara schneite es und es lag viel Schnee, also gab es grüne Weihnachten. mh