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Vom Kreis des Leidens zur Mitte finden

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Eine ökumenische Kreuzwegandacht organisierten Pastoralreferent Georg Gruber (links) und Pfarrer Thomas Schmeckenbecher für die Gläubigen beider Konfessionen, die eine erfreulich hohe Teilnehmerzahl fand. (Foto: M. Hartl)

Ruhpolding. Erstmals seit der Einweihung der Kreuzweganlage zwischen der Urschlau und der Gründbergstube im Oktober des vergangenen Jahres wurde das »Kulturprojekt Schwarzkopf« für eine Kreuzwegandacht genutzt.


Bei frühlingshaften Temperaturen machten sich viele Gläubige auf den Weg ins Brander Tal. Der evangelische Ortspfarrer Thomas Schmeckenbecher und Pastoralreferent Georg Gruber von der katholischen Pfarrgemeinde begrüßten gemeinsam die Mitfeiernden am Parkplatz Urschlau. Schweigend ging es danach durch die aufblühende Natur zu den kreisförmig angeordneten Stelen mit den Stationen des Leidensweges Jesu, die auf Bronzetafeln nach der Vorlage des Künstlers Andreas Schwarzkopf dargestellt sind. Station für Station wurde von der Verurteilung Jesu durch Pontius Pilatus bis hin zur Grablegung betend und singend abgegangen. An jeder Station beteten die Teilnehmer einen Abschnitt aus dem Psalm, den Jesus nach dem Bericht der Evangelien selbst am Kreuz gesprochen hatte. Am Ende wurde das Mosaik in der Mitte der Anlage, das den auferstandenen Christus darstellt, in den Blick genommen.

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Pfarrer Schmeckenbecher betonte, wie wichtig es sei, im Kreislauf des Leidens die Richtung zu ändern und ins Innere des Kreises in die Arme des Auferstandenen zu gehen. »Er selbst hat durch seine Auferstehung den Kreislauf des Leidens und des Todes durchbrochen.«

So blieben am Ende des ökumenischen Gebetes auch noch viele Teilnehmer beisammen, kamen ins Gespräch oder ließen in aller Ruhe noch einmal die Anlage auf sich wirken. hab