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Vom Kirtahutschn bis zum verschneiten Moor

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Der zweite Teil des Chiemgau-Films beginnt im Spätherbst. Da dürfen neben dem Almabtrieb in den Bergen auch die Kirtahutschn in Vachendorf und Truchtlaching nicht fehlen. (Fotos: Erdmann)
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Für die einzelnen Episoden des Films musste Stefan Erdmann viele Orte im Chiemgau öfters besuchen. Und dann hieß es auch oft lange warten, bis der perfekte Moment gekommen war.

Übersee – Fast drei Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Teils erscheint kurz vor Weihnachten die Fortsetzung des überaus beliebten Chiemgau-Films »Heimat 46°48°N«. Dieses Mal hat der Überseer Filmemacher Stefan Erdmann die Jahreszeiten Winter und Frühling an den unterschiedlichsten Orten zwischen Chiemsee und Alpenland ins Visier genommen.


Für den 49-Jährigen war die Arbeit an »Volume 2« keine leichte. Grund dafür war vor allem die hohe Erwartungshaltung nach dem sehr erfolgreichen ersten Teil. »Das hat mich sehr beschäftigt und auch viel Druck ausgelöst«, erzählt Erdmann im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Daher wollte er die Fortsetzung auch erst veröffentlichen, wenn sie ihm zu 100 Prozent gefalle. Das habe aber seine Zeit gebraucht. »Jetzt bin ich aber sehr glücklich mit dem Ergebnis.«

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Bizarre Eisgebilde an den Flüssen entdeckt

Die Reise beginnt dieses Mal im Spätherbst, wenn die letzten Kühe von den Chiemgauer Almen ins Tal getrieben werden und sich Jung und Alt auf den Kirtahutschn in Vachendorf oder Truchtlaching vergnügen. Besonders der Winter bietet dann aber eine Reihe von ruhigen Motiven, unter anderem durch die bizarren Eisgebilde an den Flüssen oder die Stille in den schneebedeckten Mooren. Ganz nach dem Motto des Filmemachers: »Die Oasen sind direkt vor unserer Haustür.«

Zu seinen Lieblingsepisoden zählen für Erdmann unter anderem die Tieraufnahmen. »Die kleinen Blässhuhn-Küken am Bibersee haben mich sowohl beim Filmen als auch beim Schneiden immer wieder berührt.« Und auch der stolze Schwan, der seinen Chiemsee gegen die Flamingos verteidigt, war ein Glücksfall für den Kameramann.

Extra für den Film komponiert wurde dieses Mal auch wieder die Musik, in enger Abstimmung von Erdmann und dem Hamburger Musiker Jens Lück. So wird unter anderem das Aufblühen der Natur im Frühling auch zu einem wahren Hörerlebnis.

Hochauflösende Naturaufnahmen wechseln sich in den 105 Minuten mit Einblicken in das Brauchtum des Chiemgaus munter ab. Natürlich darf am Ende des Films auch der berühmte Georgiritt in Traunstein ebensowenig fehlen wie das Aufstellen der Maibäume.

Den Menschen im Chiemgau, ihren Gewohnheiten und Bräuchen, Musik und Kunst widmet Erdmann übrigens den dritten Teil seiner Heimatfilmreihe. Den will der 49-Jährige dann aber erst nächstes Jahr in Angriff nehmen. Bis dahin ist der zweite Teil von »Heimat 46°48°N« ab sofort im Handel erhältlich – unter anderem in der Geschäftsstelle des Traunsteiner Tagblatts.

Leser können eine von fünf DVDs gewinnen

Passend zu Weihnachten verlosen wir fünf Exemplare des neuen Chiemgau-Films unter unseren Lesern. Wer gewinnen will, der muss nur bis kommenden Mittwoch, 11 Uhr, eine Postkarte mit dem Stichwort »Heimat 46°48°N«, Name, Anschrift und Telefonnummer an die Lokalredaktion, Marienstraße 12, 83278 Traunstein schicken. Teilnehmen kann man auch über unser Internetportal www.suedost-news.de unter der Rubrik »Mitmachen«. Die Gewinner werden am Mittwoch telefonisch benachrichtigt und müssen erreichbar sein. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück! - apo

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