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Vom Dorfladen über Wanderwege bis zur Straßensanierung

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Es könnte ein idyllisches Plätzchen am Rande der Kammerer Filzn sein: das Bankerl beim Konradkreuz, von dem man einen herrlichen Blick auf Kammer hat. Nur hat man ausgerechnet diesen schönen Fleck als Kieslagerplatz gewählt. Georg Niederbuchner kritisierte das in der Bürgerversammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach.

Traunstein – Das Herrichten des Wanderweges in der Kammerer Filzn, die Sanierung der Straße zwischen Aiging und Kaltenbach und der geplante Dorfladen waren drei Themen, die in der Bürgerversammlung im Gasthaus Jobst in Rettenbach angesprochen wurden.


Georg Niederbuchner sprach den Wanderrundweg an, der vom Geburtshaus des berühmtesten Sohnes Kammers, Balthasar Permoser, durch die Kammerer Filzn führt. Dieser Weg werde zwar einmal im Jahr hergerichtet; wünschenswert wäre aber, dass das mehrmals im Jahr geschehe, weil immer wieder Schlaglöcher entstünden.

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Balthasar Permoser als Namensgeber für den Weg

Niederbuchner regte auch an, dem Beispiel des Mozart-Radweges folgend, der durch Kammer führt, den Weg durch die Filzn in Balthasar-Permoser-Rundweg umzutaufen. »Das wäre eine wunderbare Aufwertung«, sagte Niederbuchner, der sich von einer solchen Namensgebung auch eine Belebung des Tourismus erhofft. Wenn eine solche Benennung gewünscht werde, sei das für ihn kein Problem, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel dazu.

Niederbuchner kritisierte, dass auf dem Platz vor dem Konradkreuz am Rand der Kammerer Filzn Kies für das Ausbessern des Weges gelagert werde. Er erinnerte daran, dass man das Kreuz, das Unbekannte 2000 gestohlen haben, im Jahr darauf neu geschmiedet und aufgestellt habe. Eine Bank davor lädt zum Verweilen ein. Der Kieshaufen sei hier völlig fehl am Platz. Ihn zu beseitigen, so der Oberbürgermeister, dürfte kein Problem sein.

Sanierung in Kaltenbach noch heuer geplant

Hans Einsiedl erkundigte sich, wie es mit der Sanierung der Straße zwischen Aiging und Kaltenbach steht. Die Straße war vom unmittelbar daneben fließenden Kaltenbach unterspült worden. Es habe geheißen, das werde gerichtet, wenn der Bach abgelassen werde. Der Kaltenbach war wochenlang trocken gelegt, die Engstelle mit den Warnpollern sei aber noch immer da. Man sollte schauen, dass da endlich was passiert.

Der Abteilungsleiter Verwaltung und Recht bei der Stadt, Stephan Hohenschutz, erklärte dazu, der Triebwerksbetreiber habe seine Aufgaben gemacht und die Straße vom Bach her stabilisiert. Das Geld für die Sanierung der Straße sei bereits im Haushalt bereitgestellt. Er hoffe, dass die Baumaßnahme im Sommer erfolgen kann.

Kein Laden mehr in Kammer und Rettenbach

Herbert Ertl berichtete, dass sich nach Schließung des letzten Ladens in Kammer, der Bäckerei Ortner, im Herbst ein Kreis von etwa 20 Bürgern zusammengefunden habe, um die Möglichkeiten zu sondieren, einen Dorfladen einzurichten. »Wir tun uns sehr hart, denn wir sind keine Profis«, räumte Ertl ein. Er fragte, ob die Stadt das Vorhaben unterstützen könne, wie das geschehen könne und wer Ansprechpartner sei.

Der Oberbürgermeister empfahl das Traunsteiner Stadtmarketing als Ansprechpartner und bezeichnete die Pläne für einen Dorfladen als eine sehr gute Idee. Eine solche Einrichtung könne das Leben in der Gemeinde stärken. Er jedenfalls wünsche diesem Vorhaben viel Glück.

Gerfried Bock freute sich darüber, dass die Stadt in diesem Winter auch wieder eine Loipe in Kammer gespurt hat. Auf seine Frage, warum östlich der Kreisstraße nicht mehr gespurt worden sei, antwortete Uwe Krüger von der Tiefbauabteilung im Stadtbauamt, so könne man das Queren der Kreisstraße vermeiden. Die Anregung Bocks, die Loipe auf dem Standortübungsplatz zu verlängern, kann man nach Krügers Aussage nicht verwirklichen, weil die Standortverwaltung einer Ausdehnung der Loipe nicht zustimme.

Eine weitere Anfrage Bocks betraf die Städtepartnerschaften. Er wollte wissen, ob es Bestrebungen gebe, weitere einzugehen. Konkrete Pläne gebe es nicht; sie könnten womöglich auch dazu führen, dass bestehende Partnerschaften geschwächt werden, entgegnete Oberbürgermeister Kegel. Oberstes Ziel sollte es sein, die bestehenden Partnerschaften dauerhaft am Leben zu erhalten.

Michaela Söldner schließlich beklagte den schlechten Zustand der Straße zwischen Alterfing und Roitwalchen seit der Geothermiemessung. Uwe Krüger von der Stadt sagte, man habe die Straße zum Teil saniert, der angesprochene Abschnitt sei für eine Asphaltierung nicht vorgesehen. Man werde den Zustand aber weiter beobachten.

Zu Beginn der Versammlung hatte der Oberbürgermeister einen halbstündigen Vortrag gehalten, in dem er den rund 70 Besuchern Schwerpunkte der Stadtpolitik erläuterte. -K.O.-