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Vom besonderen »Kuachatoag« zum Rindviech

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Julia Weiss und Sebastian Gaukler im Jugend-Einakter »Kuchenteig«, der von der Heimatbühne Staudach-Egerndach noch zweimal aufgeführt wird, zusammen mit dem Einakter »Rindviech bleibt Rindviech«, den die Erwachsenen spielen. (Foto: vom Dorp)

Staudach-Egerndach – Wer einen unterhaltsamen, lustigen und turbulenten Theaterabend in uriger Atmosphäre und bayerischer Mundart erleben möchte, dem seien die Aufführungen der Staudach-Egerndacher Heimatbühne am kommenden Donnerstag und am Samstag, 13. Januar, jeweils um 20 Uhr im Gasthof Mühlwinkl ans Herz gelegt. Die Premiere kam jedenfalls bei den rund 150 Besuchern im voll besetzten Saal sehr gut an.


Gezeigt wurden die beiden Einakter »Kuachatoag« von der Kinder- und Jugendgruppe und »Rindviech bleibt Rindviech« von den erwachsenen Laiendarstellern.

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Nachwuchssorgen dürften beim Staudacher Theaterteam nicht bestehen. Das zeigten die Leistungen und der Eifer der zehn jugendlichen Darsteller des Stücks »Kuachatoag«. Vor allem Julia Weiss brillierte als resolute Bäuerin mit einem nahezu profihaften Spiel.

Im Einakter soll sie einen Superkuchen für ihren Mann backen. Als Belohnung winken lang ersehnte Fahrten nach München. Doch die Aufgabe hat den Haken, dass der Teig 45 Minuten ohne Unterbrechung gerührt werden muss. Da die Bäuerin immer wieder andere Aufgaben zu erledigen hat, muss sie das kontinuierliche Rühren an verschiedene Personen weitergeben. Was die teilweise mit dem Teig machen, greift schon sehr die Lachmuskeln an.

Wie dann Schnupftabak, Gemüsebrühe, Gips und Schnaps im Kuchenteig landen und ob die Bäuerin in die ersehnte Landeshauptstadt kommt, sei hier nicht verraten. Jedenfalls legten die jugendlichen Darsteller Veit Sedlmaier, Eva Reitthaler, Sebastian Gaukler, Julia Zeiser, Simon Schmidt, Johannes Weiss, Korbinian Huber, Andreas Weiss und Hannes Gaukler unter der Regie von Martina Gaukler und Anita Huber eine beeindruckende Leistung hin.

Beim Erwachsenen-Einakter geht es um die verbotene und daher heimliche Motorradleidenschaft von Gustl. Erwischt wird er von »Rindviech« Urban, der als »blutsaugender Erpresser« mit seinem Wissen sein karges Einkommen verbessern will. Sein Motto heißt: »Einnehmen durch Ausnehmen«.

Sehr gelegen kommt ihm dabei die Schwärmerei vom Dienstmädchen Maximiliane für Gustl. Umwerfend komisch und herrlich dargestellt von Theresa Guggenbichler waren dabei die geprobten Verführungskünste mittels eines »Zaubersprays«.

Maximiliane ist sogar bereit, die Schuld von Gustls Unfallfahrt in Nachbars Garten auf sich zu nehmen. Doch am Ende kommt eben doch wieder  alles ganz anders. Das Publikum im Gasthof Mühlwinkl war jedenfalls begeistert und spendete den Darstellern   Eva  Bauer, Florian Höglauer, Thomas Bauer, Johannes Höglauer und Simon Kalweit viel Beifall. bvd