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Vollgelaufene Keller und unterspülte Straßen

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Bergen. Relativ glimpflich im Vergleich zu den Nachbargemeinden kam Bergen bei der Hochwasserkatastrophe davon. Einen Überblick über die Ereignisse und ihre Folgen gab Bürgermeister Bernd Gietl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.


So mussten mehrere, mit Grundwasser vollgelaufene Keller ausgepumpt werden. Die Weißachentalstraße wurde teilweise unterspült. Am Montag beginnt das Wasserwirtschaftsamt mit den Sanierungsarbeiten, die circa eine Woche dauern werden. Erst danach wird die Sperrung der Straße wieder aufgehoben. Gesperrt war nach einem Murenabgang auch der Sommerweg zur Bründlingalm ab dem Parkplatz Kalkofen. »Dieser ist aber bereits wieder frei«, erklärte Gietl gestern Vormittag im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt.

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Kritische Stellen am Bergener Bach, dem Schlagbach sowie der Weißache waren von den Feuerwehren Bergen und Holzhausen mehrfach kontrolliert und im Notfall auch abgesichert worden. »Positiv wirkte sich der bisherige Ausbau der Weißache im Bereich des Friedhofs aus«, so Gietl, der die dringende Notwendigkeit des weiteren Ausbaus der Weißache betonte. Zudem hätten die Grob- und Feinholzrechen im Weißachental die Verklausung an den Brücken verhindert und auch der Schipflsee erfüllte seine Aufgabe als Rückhaltebecken. Dort konnte zu Wochenbeginn das Wasser kontrolliert abgelassen werden.

Gietl bedankte sich im Rahmen der Sitzung nicht nur bei den Feuerwehren, sondern allen Helfern, besonders der Wasserwacht und der Bergwacht für die Mithilfe beim Befüllen zusätzlicher Sandsäcke und für die Begehung gefährdeter Wanderwege. Unterstützt wurden alle Einsätze auch durch die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, die derzeit noch an der Ausbesserung der Schäden arbeiten.

In der nächsten Zeit will der Bürgermeister nun noch einen runden Tisch mit Wasserwirtschaftsamt, Staatsforsten, Ortsbauern-Obmann und Feuerwehren einberufen, um die Situation zu analysieren.

Josef Schweiger (SPD) wies darauf hin, dass am Schipflsee die Erhöhung des Wasserspiegels durch Verklausung über die Stahlstützen hinaus verhindert werden müsse, damit der Druck auf den Damm nicht zu groß werde. Er halte deshalb eine Pegelmessstelle mit direkter Verbindung zur Feuerwehr für sinnvoll. OH