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Volles Haus und viel Applaus

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Die Jugendkapelle, hier unterstützt von Jugendleiterin Susan Koslik, machte den Anfang beim Stefanikonzert in Kirchanschöring. (Foto: Albrecht)

Kirchanschöring – Es war ein Konzert vor vollem Haus und am Ende gab es, wie immer, viel Applaus: das Stefanikonzert der Blaskapelle Kirchanschöring. Unterstützt wurden die Musikanten von den Höglwörther Sängern und Lenz Berger als Ansager. Der routinierte Versteigerer Korbinian Roider brachte auch dieses Mal wieder einiges unter die Leute.


Den Anfang aber machte die Jugendkapelle. Die Kinder und Jugendlichen zeigten dabei, dass die Blaskapelle Kirchanschöring bestens gerüstet ist für eine lange und erfolgreiche Zukunft. Jugendleiterin Susan Koslik erweist sich als hervorragende Lehrmeisterin. Zu hören war unter anderem »Stille Nacht«.

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Dann waren die Erwachsenen an der Reihe. Die Blaskapelle stimmte mit »Musik verbindet« von Klaus Rustler auf einen unterhaltsamen Abend voller Musik und Gesang ein. Weiter ging es mit der Konzertouvertüre »Die Allgäuische« von Gottfried Veit. Etwas leichter ging es beim nächsten Stück her, der Polka »Auf nach Mähren« von Markus Ebner. Dabei zeigten in einem Soloteil Simon Mader und Johann Hess ihr individuelles Können auf Flügel- und Tenorhorn. Sehr geschmeidig hörte sich der Walzer »Sommernacht in Prag« an. Etwas schwungvoller ging es wieder her bei der »Dudelsackpolka-Dudácká« von Jaroslav Novák, bei der Anna-Lena Resch und Rupert Roider mit einem Solo auf ihren Klarinetten noch für eine extra Prise Schwung sorgten.

Anschließend standen einige Ehrungen von langjährigen Mitgliedern auf dem Programm. Für zehn Jahre wurde der Flügelhornist Sebastian Huß geehrt. Seit 25 Jahren ist Flügelhornistin Susanne Maier dabei. Sie ist auch Kassierin im Förderverein. Ebenfalls 25 Jahr aktiver Musikant ist Trompeter Georg Roitner. Seit 30 Jahren verstärkt Thomas Straßer die Flügelhorn-Abteilung. Für 35-jährige Mitgliedschaft wurde Johann Hess geehrt, der mit seinem Tenorhorn einer der Fleißigsten bei den Einsätzen der Kirchanschöringer ist.

Während der Pause trat Versteigerer Korbinian Roider in Aktion, um nicht nur Brotzeitplatten, -körbe und Torten unter die Leute zu bringen, sondern auch ein Fässchen Bier und schöne Trachtenschuhe. Roider war sehr erfolgreich bei seinem Tun und brachte dem Förderverein eine ansehnliche finanzielle Unterstützung ein.

Ansager Lenz Berger erntete mit seinen Witzen und humorvollen Ansagen zwischen den Musik- und Gesangsstücken immer wieder Lachsalven von den Gästen. So nahm er unter anderem die kommerziellen Aspekte von Weihnachten aufs Korn. Früher bekamen Kinder ein paar Äpfel oder gestrickte Socken geschenkt und waren glücklich damit, heute müssten es möglichst teure Geschenke sein und die Kinder seien trotzdem oft enttäuscht. Der eigentliche Sinn von Weihnachten sei durch die übermäßige Kommerzialisierung verloren gegangen, meinte Berger.

Kapellmeister Rüdiger Koslik dirigierte nach der Pause den Marsch »Gruß an Thüringen«. »Ein bisschen Spaß muss sein« meinten die Kirchanschöringer danach und spielten ein von Kurt Gäble arrangiertes Medley, in dem »Zwei Apfelsinen im Haar«, »Sun of Jamaika« und »Ein bisschen Spaß« vorkamen. Mit einem weiteren Medley aus der »Golden Swing Time«, in dem »Hello Dolly«, »Mackie Messer«, »Bei mir bist du schön« und »In der Straße wohnst du« vorkamen, machten die Kirchanschöringer weiter. Bodenständiger war die Polka »Von Freund zu Freund« von Martin Scharnagel, bei der die Einleitungskadenz von Andreas Schweiger, Thomas Straßer jun. und Michael Sarlette gespielt wurde.

Eigentlich hätte das Konzert danach enden sollen, aber der stürmische Applaus stachelte Koslik und die Musikanten noch dazu an, als Zugaben die wunderschöne Polka »Böhmische Sterne« von Michael Kuhn und den »Standschützen-Marsch« von Sepp Tanzer zum Besten zu geben. al