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Volksmusik und Gesang vom Feinsten

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Die einheimische Benz-Eck-Musi begeisterte mit ihrer schneidigen Vorführung beim Josefihoagart in Reit im Winkl. (Foto: Hauser)

Reit im Winkl – Volksmusik und Gesang vom Feinsten wurde beim Josefihoagart des Reit im Winkler Trachtenvereins »Dö Koasawinkla« im Festsaal geboten. Die von den Darbietungen begeisterten Zuhörer aus nah und fern spendeten für die gefühlvoll vorgetragenen Instrumentalstücke, Lieder und Jodler herzlichen Beifall. Eröffnet wurde der Abend mit dem Starkbieranstich, den Bürgermeister Josef Heigenhauser mit geübten Schlägen meisterte.


Dann ging es gleich hinein in das mit vielen musikalischen Leckerbissen gespickte Programm. Präzise, feinsinnig und mitreißend spielte die Kerschbam Zithermusi aus dem Miesbacher Oberland auf. Sie entlockte ihren Instrumenten zarte Töne, konnte aber auch, wenn es sein musste, kräftig in die Saiten fassen.

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Ansteckendes Temperament versprühte die Virginia Blos aus Riedering und Umgebung mit ihrer schmissigen Musi. Es war ein Hochgenuss, was diese sechs jungen Musikanten an Leidenschaft und Können auf die Bühne zauberten. Fein aufeinander abgestimmt musizierte die Gruppe Dreimalig mit Harfe, Ziach und Geige. Sie kommt aus der Gegend von Wolfratshausen und gewann 2013 den Volksmusikpreis »Traunsteiner Lindl«.

Rassig und schneidig trat die einheimische Benz-Eck-Musi auf. An der Bassgeige spielt hier Günter Dirnhofer, der als Musikwart des GTEV »Dö Koasawinkla« die musikalische Leitung des Abends übernommen und den erlesenen Kreis der Mitwirkenden ausgesucht hatte.

Althergebrachte Lieder, unter anderem vom Almleben und von der »Liab«, sang mit einfühlsamen Frauenstimmen der Lindmair-Dreigesang. Herrlich anzuhören waren auch die zu manchen Liedern angestimmten Jodler. Marlene Lindmair und ihre beiden Töchter Constanze und Simone sind den Reit im Winklern noch bestens bekannt aus den 1980er-Jahren, als sie hier gelebt und viele Freundschaften geschlossen hatten.

Die Freude am Singen war auch dem Koasawinkla-Singkreis unter der Leitung von Gabi Reiserer und Hans Wiesholzer anzumerken, der ein anheimelndes Klangbild entfaltete und dessen Mitglieder aus Reit im Winkl und den umliegenden Orten diesseits und jenseits der Landesgrenze kommen.

Ansager Bepperl Neumaier verstand es meisterhaft, den Bogen von den Darbietungen zu kulturellen Zusammenhängen, dem Josefitag und dem Ortsgeschehen zu spannen. Er sprach von einem »tollen Programm, einem wunderschönen Aufnacht« und von einem fachkundigen und mustergültigen Publikum. sh