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Viva Übersee, Viva Monte San Biagio

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Übersees Bürgermeister Marc Nitschke (rechts) und sein italienischer Amtskollege Federico Carnevale unterzeichneten die Partnerschaftsverträge zwischen den Gemeinden Übersee und Monte San Biagio. (Foto: vom Dorp)

Übersee – Eine offizielle Städtepartnerschaft ist aus dem Freundschaftsvertrag von 2008 zwischen Übersee und dem italienischen Monte San Biagio geworden.


Am Festabend haben die Bürgermeister die Urkunden unterzeichnet. Bereits im letzten Oktober war in Monte San Biagio der italienische Teil des Vertrags unterschrieben worden. Nun kam eine 18-köpfige Delegation unter Führung von Bürgermeister Federico Carnevale nach Übersee, um die deutschen Unterlagen gegenzuzeichnen.

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Die Delegation hatte Schule und Feuerwehr, Einrichtungen des Ökomodells Achental in Grassau besucht und Ausflüge nach Hallstatt, Salzburg, Altenmarkt und Seeon sowie zum Wolfgangsee unternommen. Auch gab es italienisch-bayerische Freundschaftsabende. Für den Festabend hatte der Trachtenverein »Chiemgau« Feldwies unter Führung der Vorsitzenden Marianne Jauernig alles aufgeboten für einen würdevollen Rahmen.

Neben der Blaskapelle spielten die »Heid-geht's-guad«-Musi und die Alphornbläser, auch Goaßlschnalzer und die Aktiven unterhielten. Bürgermeister Marc Nitschke erinnerte, wie schwierig es ist, ein friedliches Europa zu erhalten. »Umso erfreulicher ist es, dass sich unsere beiden Gemeinden zusammengefunden haben.« Er würdigte Initiator Anton Stefanutti und den »Freundeskreis Monte San Biagio«, die sich »immer mit Engagement und Herzblut für die Partnerschaftspflege eingesetzt haben«.

Als Zeichen der Wertschätzung sprach er einige Worte in italienischer Sprache wie auch sein Amtskollege in deutscher Sprache. Auch der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner mahnte, für den Frieden in Europa zu kämpfen. Carnevale wertete die europäische Idee als Basis gegenseitiger Wertschätzung: »Das gleiche Schicksal teilen und trotzdem anders sein, aber mit dem Wunsch, einander immer besser kennenzulernen und zu verstehen, das ist meine Definition für die Partnerschaft.«

Stefanutti sagte, »sein Kind« sei mit dem italienischen Vater Peppe Pasquale, den Taufpaten und vielen Onkeln und Tanten gut behütet aufgewachsen. »Nun soll der Teenager mit Stärke, Kraft und Ausdauer weiterwachsen.« Still wurde es, als die beiden Bürgermeister die Partnerschaftsurkunden unterzeichneten. Eine freundschaftliche Umarmung sowie die italienische Nationalhymne und die Bayernhymne besiegelten den feierlichen Akt. Beim Austausch unzähliger Gastgeschenke waren viel Freude und ein langer Atem angesagt, ehe es zum gemütlichen Teil überging. bvd