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Viermal die Traumnote 1,0 am AKG erzielt

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Sie schafften die Traumnote 1,0 (ab dem zweiten von links) Michael Bachhammer, Marina Plereiter, Sarah Bauer und Andreas Schatz. AKG-Schulleiter Bernd Amschler (links) und Oberstufenkoordinator Rudolf Heid gratulierten. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Viermal die Traumnote 1,0 gab es bei den Abiturprüfungen am Annette-Kolb-Gymnasium – und bestanden haben die Prüfungen alle 98 Absolventen. Schulleiter Bernd Amschler würdigte den außergewöhnlichen Jahrgang mit 20 Schülern, die ein herausragendes Ergebnis von 1,5 oder besser erzielten.


Amschler verglich die Schulzeit mit einer Expedition, bei der man nun den Gipfel erklommen habe. Die Absolventen hätten Höhen und Tiefen mit Motivationslöchern und Glücksmomenten erlebt. Er lobte sie als guten Jahrgang, nicht nur aufgrund ihrer Leistungen. »Ihr habt durch Agieren und Handeln in der Schule Spuren hinterlassen und in bestimmten Bereichen auch Maßstäbe gesetzt.« Die Reihe letzter guter Ratschläge schloss er mit guten Wünschen für den weiteren Lebensweg: »Ich wünsche euch Glück im Kopf, im Herzen, im Bauch und eine glückliche Hand bei eurem Tun und euren Entscheidungen, schlicht eine Zukunft mit vielen glücklichen Ankunftsmomenten.«

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»Alle stehen hier und haben es geschafft«

Eine Reihe von Absolventen zeigte an dem Nachmittag auch musikalisches Können und lockerte so die Reden gekonnt auf. Elternbeiratsvorsitzender Markus Oswald blickte zurück auf den ersten Schultag und würdigte die Leistung der Absolventen: »Alle stehen hier und haben es geschafft – und das bayerische Abi ist nicht gerade das Leichteste.« Die Eltern hätten in den acht Jahren Gymnasium miterleben dürfen, wie aus kleinen Buben und Mädchen junge Erwachsene geworden sind. Er sparte auch nicht mit Lob an die Lehrer.

Für die Schüler betonten Marlene Reschberger und Michael Bachhammer, dass die Schulzeit nicht immer ganz einfach war: »Wir alle haben gekämpft, sind hingefallen, aber wieder aufgestanden und haben weitergemacht.« Heute könnten sie auf das Erreichte stolz sein. In der Oberstufe habe man den Beistand der Schulgemeinschaft, von Freunden und Eltern als besonders wohltuend empfunden. Sie würdigten alle am erfolgreichen Abschneiden Beteiligten in und außerhalb der Schule. Im AKG seien nicht nur Geschichtsdaten und Matheformeln vermittelt worden. »Die Schule hat unseren Charakter und unsere Persönlichkeit geprägt.«

»Man weiß nie, was man bekommt«

Oberstufenkoordinator Rudolf Heid sagte in Anlehnung an den Hollywood-Film Forrest Gump: »Jeder Abiturjahrgang ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.« Er habe gerade in der Vorbereitung der vielen Veranstaltungen eher den Geschmack von Bitterschokolade verspürt, seien doch selten klare Absprachen getroffen worden. Was folgte, waren durchwegs positive Überraschungen. »Sie haben sich in all ihrer Vielfalt gezeigt, von organisatorischen Talenten über Improvisationskünstler, von rhetorischem Geschick bis hin zu musikalischer Perfektion.« Die Abschlussklasse habe durch ihre Leistungen »neue Superlative aufgestellt.« In seine Würdigung bezog er auch das Oberstufenbüro mit ein mit Katrin Mühlbauer und Koordinator Thomas Dietersberger.

Der Jahrgang war mit einem Gesamtdurchschnitt von 2,05 besser als fast jeder Jahrgang zuvor am AKG. Über 50 Prozent der 98 Absolventen schlossen mit der Note Eins vor dem Komma ab. »Ergebnisse, auf die man stolz sein kann«, betonte Schulleiter Amschler. Aber eine funktionierende Schulgemeinschaft wie auch der persönliche Erfolg ließen sich nicht nur in Zehntelnoten ablesen. »Ihr könnt stolz sein, auf das, was ihr erreicht habt«, sagte er.

Wie gewohnt erhielten die Absolventen ihre Abschlusszeugnisse mit persönlichen Bildern und Motto-Musik. Einige Absolventen wurden noch besonders geehrt. So erhielten 20 von ihnen einen Buchpreis und wurden tags zuvor von Landrat Siegfried Walch ausgezeichnet (wir berichteten). Aber auch eine Reihe weiterer Ehrungen und Preise wie Mitgliedschaften bei der Deutschen Physikalischen Gesellschaft oder Meldungen für ein e-fellows-Stipendium waren Ausdruck zumeist fachspezifisch außergewöhnlich guter Leistungen. Die Q12 sangen als Chor gemeinsam »My wish« (Mein Wunsch) von Rascall Flatts und verliehen ihrem Wunsch, dass die Träume groß bleiben sollten, musikalisch Nachdruck.

Abiball in Ruhpolding zum Ende der Schulzeit

Anschließend ging es zu einem Dank- und Abschiedsgottesdienst, bevor die Absolventen nach einem gemeinsamen Essen beim Abiball in Ruhpolding ausgelassen den Abschluss ihrer Schulzeit begingen.

Die Besten des AKG waren Michael Bachhammer, Sarah Bauer, Marina Plereiter, Andreas Schatz (alle 1,0), Leonie Weiß (1,1), Theresa Hofmann, Johanna Sundheimer (beide 1,2), Verena Eisenberger, Alissa von Großmann, Alexandra Jira, Marlene Reschberger, Maximilian Rösch, Carolin Seiler, Sarah Winklmaier (alle 1,3), Julia Klein, Roxane Lindlacher, Nikola Tiling, Georg Zhuchenko (alle 1,4), Stefanie Lux und Sophia Schneider (beide 1,5). awi