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Vier Verletzte und etwa 100 000 Euro Sachschaden

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Bei einem Brand im Dachgeschoß dieses Hauses in Winkl entstand Schaden von etwa 100 000 Euro.

Grabenstätt. Beim Brand eines Einfamilienhauses im Ortsteil Winkl sind vier Personen, darunter zwei Feuerwehrmänner, verletzt worden. Das Wohnhaus wurde bei dem Brand am Montagabend stark beschädigt, vor allem das Dachgeschoß und der Dachstuhl. Das Dachgeschoß brannte weitgehend aus. Nach Schätzungen der Feuerwehr entstand ein Sachschaden von bis zu 100 000 Euro.


Gegen 20.30 Uhr wurden die Feuerwehren Grabenstätt, Übersee und Grassau alarmiert, nachdem bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd über Notruf ein Zimmerbrand in dem Einfamilienhaus an der Nelly-Luise-Brandenburg-Straße gemeldet worden war. Die ersten am Brandort eintreffenden Löschtrupps um den Grabenstätter Feuerwehr-Kommandant Jürgen Richter meldeten den Vollbrand des Hauses. Meterhoch loderten Flammen aus der Nordseite des Kniestockhauses. Sie forderten umgehend Verstärkung an, was die Integrierte Leitstelle Traunstein mit der Alarmierung weiterer Feuerwehren aus Erlstätt, Chieming, Holzhausen, Bergen, Vachendorf und Staudach-Egerndach erfüllte. Rund 120 Feuerwehrler eilten zur Brandstelle, ebenso drei Rettungswagenbesatzungen des Bayerischen Roten Kreuzes, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der Einsatzleiter Rettungsdienst sowie mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizei.

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Sofort versuchten Atemschutzträger im Innenangriff in das Dachgeschoß vorzurücken, weil vermutet wurde, dass der Brand dort entstanden war und um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zeitgleich postierten sich zahlreiche Löschtrupps und konzentrierten ihre Löscharbeiten zunächst auf die Dachgeschoßräume und den Balkon im Nordosten, der lichterloh brannte und schon weitgehend zerstört war.

Von den nachrückenden Feuerwehren wurden die Tanklöschfahrzeuge direkt an das Brandobjekt beordert, um genügend Löschwasser zur Verfügung zu haben. Auch das Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Grassau wurde in Stellung gebracht. Alle weiteren Einsatzkräfte wurden an der Kreisstraße in Bereitschaft gestellt. Gegen 21 Uhr, etwa eine halbe Stunde nach Brandausbruch, war das Feuer unter Kontrolle. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner über Rundfunkdurchsagen gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bei dem Feuer erlitt eine Bewohnerin einen Kreislaufkollaps, eine weitere Person zog sich eine leichte Rauchgasvergiftung zu. Beide wurden zur weiteren Behandlung ins Klinikum Traunstein gebracht, ebenso zwei Feuerwehrler, die sich bei Stürzen verletzten und mit Verdacht auf eine Sprunggelenksverletzung bzw. eine Fraktur an der Hand mit einem BRK-Rettungswagen ins Klinikum Traunstein transportiert wurden.

Das Dachgeschoß wurde bei dem Feuer größtenteils zerstört und schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dort führte die Feuerwehr umfangreiche Nachlöscharbeiten durch, die bis Mitternacht andauerten. Es konnte nicht ausgeschlossen werden dass sich unentdeckte Glutnester in den Dachflächen wieder entzünden und das Feuer erneut auflodert. Um ganz sicher zu gehen, wurde die Isolierung großflächig entfernt und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert, ob alle Brandrückstände abgelöst und beseitigt sind. Auch wurde der Brandrauch mit Belüftungsgeräten aus den Räumen geblasen.

Die Ursache des Brandes ist noch ungelöst. Die Feuerwehr geht davon aus, dass das feuer auf dem Balkon oder im Dachgeschoß entstand und sich von dort rasch eine Garage und weitere Gebäudeteile ausdehnte. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Traunstein übernommen. pv.

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