weather-image
24°

Vier Schleuser verurteilt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Foto: Bundespolizei

Traunstein – Über die Grenzübergänge in Passau und Freilassing brachten vier Schleuser 2015 in einem Zeitraum von nur fünf Wochen mehrere Hundert illegale Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak illegal in die Bundesrepublik.


 

Anzeige

Die Zweite Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs verhängte gegen die Schlepper – alle seit Jahren in Deutschland lebende Syrer – Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren vier Monaten und zwei Jahren mit Bewährung.

Seit der Festnahme vor einem Jahr beziehungsweise vor etwa sechs Monaten saßen drei der vier Männer im Alter zwischen 24 und 46 Jahren in Untersuchungshaft. Die beiden Jüngsten – Freunde aus früher Kindheit – waren den Fahndern im Rahmen einer bundesweiten Aktion Anfang November 2016 ins Netz gegangen. Der 24-Jährige muss zwei Jahre und vier Monate Haft verbüßen. Der zweiten 24-Jährigen bekam zweieinhalb Jahre Freiheitsstrafe. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Die zwei älteren Angeklagten indes akzeptieren ihre Urteile: Ein 46-jähriger Syrer muss für drei Jahre und vier Monate hinter Gitter; ein 44-jähriger Landsmann bekam eine zweijährige Strafe, zur Bewährung ausgesetzt. Er muss zudem 1000 Euro Geldstafe an die Staatskasse zahlen.

Das Gericht erachtete gemeinsame Aktivitäten als nachgewiesen, nicht zuletzt durch einen Chatverkehr. Die Angeklagten hätten mithilfe vieler weiterer unbekannter Bandenmitglieder Hunderte Illegale von Budapest beziehungsweise Serbien mit Autos nach Deutschland geschleust. kd