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Vier Männer seit jeweils 50 Jahren mit dabei

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Vorsitzender Georg Unterhauser (links) und sein Stellvertreter Herbert Fuchs (rechts) ehrten bei der Frühjahrsversammlung langjährige Mitglieder (von links): Josef Schreckenbauer, Heinrich Thaler, Andreas Seehuber, Berta Baderhuber (für ihren Mann Franz), Erich Kröger, Franz Huber und Franz Mühlthaler. (Foto: H. Eder)

Waging am See. Zusammen sind sie seit 200 Jahren beim Gartenbauverein Otting: Josef Helmberger aus Großreut, Andreas Seehuber aus Tettelham, Josef Schreckenbauer aus Dieperting und Heinrich Thaler sen. aus Partenhausen wurden bei der Frühjahrsversammlung des Vereins im Gasthaus Oberwirt in Otting für jeweils 50 Jahre Mitgliedschaft mit der Ehrennadel mit Kranz ausgezeichnet. Vorsitzender Georg Unterhauser meinte zu diesem »Höhepunkt des Abends«, der Gartenbauverein habe unter seinen 452 Mitgliedern nicht nur viele Jugendliche, sondern auch Leute, die schon »sehr, sehr lange« mit dabei sind. Mit diesem Mitgliederstand stehe der Ottinger Verein an siebter Stelle im Landkreis, wie Unterhauser stolz verkündete.


Weitere Ehrungen gab es für vier Mitglieder, die dem Verein schon seit jeweils 35 Jahren angehören: Franz Baderhuber aus Alperting, Franz Huber aus Dankerting, Erich Kröger aus Leopoldsberg (96 Jahre alt) und Franz Mühlthaler aus Aichwies. Sie wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

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Zu Beginn der Versammlung war eine ganze Reihe von Neumitgliedern »nach gutem altem Brauch« mit einem Blumenstock begrüßt worden, die Eltern neuer jugendlicher Mitglieder durften T-Shirts der Jugendgruppe »Wilde Blumen« mit nach Hause nehmen. 200 weitere Blumenstöcke hatten die Bühne im Oberwirtssaal in ein wahres Blumenmeer verwandelt – die Gewinne der Tombola, an der sich so gut wie alle 120 Besucher beteiligten.

In seinem Rückblick verwies Unterhauser auf die wichtigsten Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Ein Höhepunkt dabei war die Beteiligung des Ottinger Vereins zusammen mit 30 anderen an der Ausstellung »Quer durch den Garten« in Lampoding. Weitere Veranstaltungen 2013 waren der Vortrag von »Kräuterpapst« Franz Treml aus dem Bayerischen Wald, den der Verein danach auch besucht hat, eine Gartenbesichtigung in Lampertsham, ein Blumensteckkurs und eine Tomatenausstellung mit 50 Sorten. Im Rahmen des Kinderferienprogramms wurde zum vierten Mal die Waldolympiade in Froschham angeboten. Im Ausblick auf das Programm hob Unterhauser seinen Vortrag am 9. Mai heraus, bei dem das Gebiet der Pfarrgemeinde Otting aus der Luft gezeigt wird – von ihm selber mit Hilfe einer Drohne aufgenommen.

Der Kassenstand hat, wie Zweiter Vorsitzender Herbert Fuchs ausführte, ein kleines Minus aufzuweisen, was aber durch ein gutes Rücklagenpolster leicht ausgeglichen werden kann. An Bürgermeister Herbert Häusl richtete Fuchs die vorsichtige Anfrage, ob der Verein nicht wieder einmal eine kleine Förderung von der Gemeinde bekommen könnte. So kurz vor der Wahl wolle er keine Geschenke verteilen, meinte der Bürgermeister, aber »nächstes Jahr können wir mit Sicherheit darüber reden«. Was er aber gleich tun konnte, tat er: Er trat dem Verein als 453. Mitglied bei. Die Arbeit der Gartenbauvereine lobte der Bürgermeister als Beitrag zur Steigerung von Lebensqualität und zur Erzeugung gesunder Lebensmittel, dem Verein machte er ein Kompliment für die Jugendarbeit und beglückwünschte die Mitglieder zu ihrem Vorsitzenden Unterhauser, der in seiner Eigenschaft als Kreisfachberater ein »Mords-Glück« für den Verein sei.

Inhaltlicher Hauptpunkt d war ein Vortrag von Michael Neumüller, Leiter des Bayerischen Obstzentrums in Hallbergmoos. Er sprach zum Thema »Obstbäume für kleine Gärten«. Dabei stellte er die Vorteile der kleinkronigen Obstbäume in Spindelform vor: wenig Platzbedarf, leichtes Ernten, problemloses Schneiden, Möglichkeit vieler verschiedener Sorten, leichterer Schutz vor Schädlingen. Er erläuterte die Pflanzung, die Sorten, das Schneiden beziehungsweise »Erziehen« der Bäume und manch anderes mehr. he