weather-image

Vier Grundstücke erfüllen Anforderungen

3.7
3.7
Bildtext einblenden
Am jetzigen Standort ist es längst sehr eng geworden; daher steuert die Bergader Privatkäserei in Waging eine Teilaussiedlung an. Vier Grundstücke, deren Lage aber noch nicht bekannt ist, kämen dafür in Frage. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Eine ganze Reihe Besitzer größerer Grundstücke in der Marktgemeinde Waging am See kann in nächster Zeit damit rechnen, dass die Bergader Privatkäserei mit ihnen Kontakt aufnimmt. In einem Pressegespräch am gestrigen Donnerstag lüftete Bergader ein Stück weit den Schleier über ihren Teilaussiedlungsplänen.


Demnach gibt es im Gemeindegebiet vier Flächen in einer Größe von jeweils rund zehn Hektar, die nach ersten Voruntersuchungen für einen Neubau der Blaukäserei einschließlich ausreichender Zukunftsreserven in Frage kämen. Deren Besitzer wissen allerdings bisher noch nichts von ihrem Glück, was sich demnächst ändern soll.

Anzeige

Bis jetzt liefen die Voruntersuchungen, mit denen die Gemeinde im Frühjahr das Planungsbüro Straßer+Partner beauftragt hatte, unter allergrößter Geheimhaltung ab. Bei der Erhebung des Planungsbüros seien, wie Bernhard Niedermaier, der bei Bergader für die Produktion zuständig ist, im Gemeindegebiet elf Flächen gefunden worden, die auf den ersten Blick in Frage gekommen wären. Kriterien dafür waren neben der Größe die Nähe zum Werk und auch zur Waginger Kläranlage, die mit einer Kostenbeteiligung von Bergader für rund drei Millionen Euro aufgerüstet werden soll. Außerdem waren eine zentrale Lage im Milchliefergebiet wichtig, was sowohl für die Milchanlieferung wie auch für die Mitarbeiter wichtig sei, und nicht zuletzt eine optische Verträglichkeit in diesem touristisch intensiv genutzten Gebiet.

Unter all diesen Vorgaben sei es, so Niedermaier, erstaunlich gewesen, dass tatsächlich elf Grundstücke gefunden worden seien, die vom Grundsatz her in Frage kamen. Nach eingehenderer Betrachtung schieden dann fünf davon aus, und als dann auch noch der touristische Aspekt näher beleuchtet wurde, fielen noch zwei weitere weg. So sind zum aktuellen Stand vier Grundstücke übrig geblieben, bei denen inzwischen auch schon untersucht worden sei, ob sie vom Tierschutz her, also von der artenschutzrechtlichen Prüfung her, geeignet sind. Natürlich gehörten diese Flächen nicht jeweils nur einem Besitzer; da seien immer mehrere Eigentümer beteiligt.

»Und nun kommt der nächste Schritt«, kündigte Niedermaier an, »jetzt gehen wir auf die Grundstückseigentümer zu« – möglicherweise auch unter Beteiligung der Gemeinde, wie Bürgermeister Herbert Häusl, der bei der Informationsveranstaltung auch mit anwesend war, anbot. Dabei sei keineswegs zwangsläufig beabsichtigt, betonte Niedermaier, dass sofort gebaut werden solle; aber Bergader wolle für die Anforderungen der Zukunft gerüstet sein. Denn man könne sich heutzutage nicht mehr auf dem Erreichten ausruhen. Zudem müsse man mit einem Zeitraum von drei Jahren rechnen, bis eine mögliche neue Käserei auch wirklich steht.

Geschäftsführerin Beatrice Kress wünschte sich jedenfalls, in Zukunft mal auf einem Stand zu sein, wo »man nicht wieder auf einem Platz eingesperrt« sei und wo man die Möglichkeit habe, sich ausdehnen zu können. Bürgermeister Häusl bedankte sich für das Bekenntnis von Bergader zum Standort Waging und fügte an, dass es heutzutage wohl nicht mehr ganz leicht sei, eine so große Fläche kaufen zu können. Jedenfalls werde auf alle eine spannende Zeit zukommen. Das bestätigte dann auch Beatrice Kress: »Bei uns kommt keine Langeweile auf.« In ihrem Geschäftsbericht hatte sie einmal mehr von einem erstaunlichen Wachstum der Produktion auch für das Jahr 2016 berichtet – und das in ununterbrochener Reihenfolge, wenn auch in unterschiedlicher Höhe, seit über zehn Jahren. he

Italian Trulli