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Vier fünfte Klassen mit neuem G-9-Lehrplan

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Gymnasium
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Foto: Daniel Bockwoldt/dpa-Archiv

Marquartstein – Voraussichtlich werden 654 Schüler im kommenden Schuljahr das Staatliche Landschulheim Marquartstein besuchen.


Die Schülerzahl bleibt damit im Vergleich zum Vorjahr konstant. Dazu unterrichten 61 Lehrer, davon vier neue Referendare. Drei Lehrer kommen aus der Elternzeit zurück und drei andere nehmen jetzt ihre Elternzeit, was aber durch die sogenannte »integrierte Lehrerreserve« abgedeckt wird.

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»Wir sind personell gut aufgestellt, alle Pflichtstunden und auch der Wahlunterricht kann abgedeckt werden«, sagt Schulleiter Christian Czempinski im Gespräch mit unserer Zeitung. Für ihn selbst ist es das erste Schuljahr am Landschulheim, da er zuvor ständiger Vertreter des Schulleiters am Gymnasium Kirchseeon war (wir berichteten). Er habe nicht vor, der Schule ein neues fertiges Konzept überzustülpen, sondern werde sich ein Bild von der Schule machen. So werde es sicher keine großen Veränderungen geben und die Kontinuität werde gewahrt, bevor er Maßnahmen zur weiteren schulischen Entwicklung einleite.

Im Unterschied zum vergangenen Schuljahr, wo es nur drei fünfte Klassen gab, sind es in diesem Schuljahr wieder vier fünfte Klassen am Landschulheim, die mit 21 und 23 Schülern recht klein sind, ideal für individuelle Lernförderung. Auch die siebten Klassen sind vierzügig, alle übrigen einschließlich der zehnten Klassen dreizügig mit einer durchschnittlichen Klassenstärke von 25. Die Q 11 besuchen 90 Schüler, voraussichtlich 65 treten in der Q 12 zum Abitur an.

Auch das in Bayern wieder eingeführte G 9 wirft seine Schatten voraus: In den fünften Klassen wird bereits nach dem neuen »Lehrplan plus« des künftigen G 9 unterrichtet, das heißt weniger Wochenstunden, aber ein Jahr mehr bis zum Abitur. In dem neuen, sogenannten »Kompetenz orientierten Lehrplan« wird auf bestimmte Lernziele hingearbeitet, die die Schüler beherrschen sollen und nicht mehr, wie früher definiert, Lerninhalte abgearbeitet. Erst im darauf folgenden Schuljahr 2018/19 wird das G 9 offiziell an allen Schulen in Bayern eingeführt.

Auch das Internat des Landschulheims ist mit 114 Internatsschülern von der fünften Klasse bis zur Q 12 gut besucht. Während vor etwa zehn Jahren noch viele Fünftklässler ins Internat gingen, ist das Heim in den vergangenen Jahren zunehmend von Schülern der Mittel- und Oberstufe besucht. »Das hat den Vorteil, dass wir bei den Jüngsten besonders kleine Gruppen bilden können«, sagt Heimleiter Gerd Geigenmüller.

Seit vielen Jahren ist auch die dringend notwendige neue Turnhalle immer wieder im Gespräch. Nun kommt Bewegung in die Sache. »Das Planungsverfahren wird in diesen Tagen abgeschlossen und das Genehmigungsverfahren beginnt«, berichtet der Schulleiter. »Wir hoffen auf einen Baubeginn im Frühjahr 2019«.

Die neue Turnhalle soll unterhalb des neuen Schlosses im Bereich des jetzigen Lehrerparkplatzes gebaut werden. Die beiden bestehenden Hallen an der Tiroler Achen reichen schon lange nicht mehr aus. Die sehr alte Turnhalle neben dem Achenhaus darf bei Schnee oder Hochwasser aus statischen Gründen nicht mehr benutzt werden, außerdem entspricht sie nicht mehr den Anforderungen an den Brandschutz. Die vor rund 30 Jahren gebaute »neue« Turnhalle ist zu klein.

Seit langem ist das Landschulheim deshalb schon zu Gast in der Turnhalle der Achental-Realschule, die wiederum bei kleinen Lücken auch die Turnhalle des Landschulheims nutzt. gi