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Vier Container von Traunstein nach Tansania

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Traunstein – Die Hilfe des Aktionskreises Ostafrika (AKO) zum Aufbau von Infrastruktur in Tansania läuft weiter. Jetzt werden vier Überseecontainer auf die Reise geschickt, gefüllt mit Material zum Auf- und Ausbau der Infrastruktur im Hilfsgebiet am Fuße des Kilimanjaro.


»Heuer verschicken wir dringend benötigtes, moderneres medizinisches Gerät für das Kibosho-Hospital«, berichtet Hans Siemer, der zweite Vorsitzende des Aktionskreises. »Mit am wichtigsten in der Ladung sind Werkzeug und Bauteile zu Neubau und Erhalt von Wasserversorgungsnetzen, die wir seit vielen Jahren weiter ausbauen.«

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Fehlendes Wasser sei ein wichtiger Grund, warum Menschen in Afrika beginnen, ihre Heimat zu verlassen. Mit dem Bau von Wasserleitungen halten wir diese Menschen in ihrer Heimat.«

Seit er vor mehr als 40 Jahren das erste Mal mit dem Auto von Traunstein zu einer Afrikareise aufgebrochen ist, lässt der Kontinent Hans Siemer nicht mehr los. Seither war er bereits mehr als 50 Mal in Tansania, genauer in der Region am Kilimandscharomassiv, wo der Aktionskreis Ostafrika viele Projekte betreut. Sein jüngster Besuch ist noch nicht einmal acht Wochen her.

Die neue Hilfslieferung im Wert von mehr als 50 000 Euro beinhaltet auch acht Tonnen Erdkabel und Freileitungsmaterial, mit dem der AKO eine Stromversorgung für die von ihm gebauten Schulen schaffen will.

Hans Siemer: »Infrastruktur schaffen bedeutet auch, Ausbildungsmöglichkeiten zu schaffen. Die Schulbildung beginnt in Tansania schon im Kindergarten.« Der AKO hat heuer den 15. Kindergarten fertiggestellt. Insgesamt werden dort heute bis zu 1000 Kinder betreut.

»Der Dorf-Chef eines Massai-Stammes hat mir bei meinem letzten Besuch gesagt, dass sie zwar dringend Wasser benötigen, aber wenn er wählen dürfe, würde er einen Kindergarten vorziehen.« Bildung sei ein Schlüssel zum Aufbau von Infrastruktur, denn letztlich werden es die Einheimischen selber übernehmen müssen, ihr Land aufzubauen.

Diese beispielhafte und vielfach auch gewürdigte Hilfe, nicht zuletzt sichtbar durch sechs mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte Mitglieder im Aktionskreis Ostafrika, hängt von Spendeneingängen ab.

Darum bittet Hans Siemer eindringlich: »Die von uns eingesetzten Gelder sind wirkungsvoller und unendlich effizienter beim Stoppen von Flüchtlingsströmen als alle Grenzsicherungsmaßnahmen im Mittelmeer. Jeder uns gespendete Euro fließt zu 100 Prozent in die Hilfe vor Ort. Wir sind für jede Hilfe dankbar.«

Weitere Informationen über die Arbeit des Aktionskreises Ostafrika erhalten Interessierte unter Telefon 0861/43 95. he

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